Am 07.03.2009 fand das nunmehr schon 11. Seminar „Phantastische Phänomene“ in Bremen Vegesack statt und einmal mehr wurden die „Dimensionen“ größer. In diesem Jahr war der auf etwa 40 Personen ausgelegte Seminarraum des Atlantic-Hotels ans Ende seiner Kapazität gekommen, so zählte ich 46 Teilnehmer. Auch wurde das Vortragsprogramm um einen weiteren Referenten erweitert, so, dass in diesem Jahr 8 Vortragende anwesend waren.

Schon am Freitag trafen die meisten Teilnehmer ein und so fand man sich in der Lokalität gegenüber des Tagungshotels ein und es wurde, zum Teil noch bis spät in die Nacht ausgiebig geklönt.

Am Samstag um 9:00 Uhr morgens begann dann die eigentliche Veranstaltung mit dem Vortrag ‚Geheimnisse der Maya‘ von Walter-Jörg Langbein. Mittelpunkt dieses Vortrags war der Maya-Kalender, das herannahende Datum 2012 und die Frage, was dann wohl geschehen würde.

Sehr Anschaulich, zum Teil mit Unterstützung einer Tafel erklärte Walter-Jörg das Zahlen- und Rechensystem der Maya um dann auf den Kalender zu kommen. Dies immer parallel zur abendländischen Entwicklung.

Das Fazit von Langbein war: Die Welt wird voraussichtlich nicht untergehen! Die Maya hätten zeitlich kein lineares Denken mit „Anfang und Ende“ gehabt, wie dies bei uns der Fall ist, und so wären sämtliche Endzeiterwartungen die mit dem Jahr 2012 verknüpft sind, nichts weiter als eine Überstülpung abendländischen Denkens über das der Maya.

Im Anschluss folgte Hans-Werner Sachmann und stellte die Frage ‚Werden wir alle Unsichtbar?‘. Hier gab er einen Einblick in unsere Bemühungen uns „Unsichtbar“ zu machen, sei es etwa durch Tarnanzüge beim Militär oder gar den Tarnkappenbombern, bis hin zu Überlegungen von Physikern, wie man Unsichtbarkeit“ in der Zukunft erreichen könne.

Etwas spekulativ verglich er unsere Bemühungen dann mit alten Sagen, in denen das Motiv der Unsichtbarkeit ebenfalls eine Rolle spielt, etwa die Tarnkappe aus der Nibelungensage. Sachmann vermutet hier die Verwendung einer ähnlichen Technologie, wie wir sie eines Tage evtl. entwickeln werden, durch Außerirdische in der Vergangenheit.

Jürgen Huthmann stellte im folgenden Vortrag ‚Hattuscha – Hauptstadt der Hethiter‘ lebendig eben jene Stadt, begleitet durch Bilder seiner Reisen näher vor und gab einen Überblick über die Geschichte der Hethiter.

Im Folgenden folgten spekulative Ausführungen über mögliche Raumschiffversorgungsstationen ähnlich dem „Beier-Hesekiel-Tempel“ weltweit und seiner Meinung, dass wir in der Vergangenheit regen Besuch durch Außerirdische hatten.

Nach der Mittagspause sprach der Vorsitzende der Ufo-Forschungsgruppe Degufo, Alexander Knörr über ‚Pyramiden im Nebel. Rätselhaftes China‘. Ebenfalls durch Bilder eigener Reisen untermalt bekamen die Teilnehmer einen Überblick über den Stand der Forschung bezüglich der Lehmpyramiden Chinas, von denen einige wenige inzwischen sogar geöffnet wurden und sich als Grabmäler entpuppten, in denen sogar Kammersysteme vorhanden sind.

Einige Exponate aus dem historischen Museum in Shanghai deutete Alexander Knörr dann als mögliche Hinweise für rätselhafte Begebenheiten, ja sogar Hinweise auf Außerirdische im alten China.

Stefan Eggers, der schon lange zu den Stammreferenten der Veranstaltung gehört sprach über ‚Ägypten bis zur Stufenpyramide‘ und wollte darauf hinweisen, dass die Pyramiden Ägyptens nicht, wie man durch grenzwissenschaftliche Literatur ab und zu vermittelt bekommt, plötzlich aus dem nichts auftauchten, sondern, dass es sich hierbei um eine lange und nachvollziehbare Entwicklung handelt. Der Exkurs ging hierbei sehr detailliert von den Mastabas der 1. und 2. Dynastie, bis hin zur bekannten Stufenpyramide von Sakkara im Auftrag des Pharao Djoser zu Beginn der 3. Dynastie.

Dieter Bremer stellte in dem Vortrag ‚Sprengung einer Raumstation im Altertum‘ die „Erkenntnisse“ seiner gerade erschienenen neuen Buchpublikation ‚Atlantis und das Altersparadoxon‘ vor. Weiterhin geht er darin von seiner umstrittenen These aus, bei Atlantis hätte es sich um eine Raumstation gehandelt, die vor 12000 Jahren auf die Erde gestürzt wäre. Hierbei wäre es zu einer Welt umfassenden Katastrophe gekommen, der unter anderem die Dinosaurier zum Opfer gefallen wären, während ein Teil der Menschheit durch Raumschiffe oder versteckt unter der großen Pyramide überlebt hätte.

‚Jan van Helsing und die Neue Rechte in der Grenzwissenschaft‘ war das Thema meines eigenen Vortrages, in dem ich auf die gefährliche Unterwanderung grenzwissenschaftlicher Vorstellungen durch antijüdische und rechtes Ideengut ging, in dessen Mittelpunkt der rechte Schreiberling Jan van Helsing steht. Anhand von dessen Werken stellte ich die eindeutigen rassistischen Merkmale seiner Thesen heraus, sprach über den „Reichsflugscheibenmythos“ und über weitere Geschichtsverfälschungen, unter anderem auch alternativarchäologischen Inhalts.

Darauf hin war Stefan Eggers dran. ‚Tempel – Entdeckung in Ell el hmbrg‘ war der rätselhafte Titel seines Vortrags, in dem er über die bislang noch unbestätigte Entdeckung eines Tempels berichtete, in dem es Hinweise auf Verknüpfungen zwischen Jesus und Ramses II. ging. Unterstützung durch Risszeichnungen ergab sich hier eine wahre Sensation. Auf seine Frage hin, was denn die Zuhörer von dieser Entdeckung halten würden, entspann sich eine rege Diskussion in der wild spekuliert wurde.

Die Rechnung ging auf und er erklärte: Es handelte sich in Wahrheit nur um die fiktive Entdeckung des Hamburger Hauptbahnhofs im Jahre 4000 n. Chr.

Er warnte im Folgenden vor unkritischer Übernahme von Behauptungen aus grenzwissenschaftlicher Literatur und rief zu mehr Selbstkritik in dieser Sparte. Seine fiktive Entdeckung verdeutlichte in bestechender Manier seine Kritik.

Der letzte Vortrag des Tages war von Lars A. Fischinger und handelte vom ‚Rätsel der Lade des Bundes‘. Was ist die Lade und wo befindet sie sich heute waren hierbei die Kernfragen, die gestellt worden. Fischinger ging auf Spekulationen aus der Grenzwissenschaft ein, bei der Bundeslade hätte es sich um einen elektrischen Kondensator gehandelt, stellte aber auch die Frage, weshalb man „ne elektrisch geladene Kiste mit sich herum schleppen solle“. Vielmehr vermutet er, es könne sich um ein Mitbringsel aus Ägypten handeln, denn in Ägypten wären Kisten mit Tragestangen bekannt gewesen, die große Ähnlichkeit mit der Lade aufweisen würden.

Auch zu den scheinbar elektrischen Eigenschaften der Lade gab es eine interessante These. Da der Deckel ja aus Gold bestanden habe und Tagsüber, wie die Bibel zu berichten weiß, mit einem Tuch abgedeckt wurde, lud sie sich vielleicht durch die Reibung des Tuchs an dem Deckel statisch auf und verteilte so womöglich kleine, ungefährliche elektrische Schläge.
Die Frage, wo sich die Lade heute befinden würde gibt es reichhaltige Spekulationen wie Lars ausführte, etwa im West-Jordanland, auf Oak Island oder gar in Äthiopien.

Nach diesem langen Tag voller interessanter Vorträge ging es dann am Abend wieder in das Lokal gegenüber des Tagungshotels, wo wieder bis spät in die Nacht ausgiebig diskutiert und geplaudert wurde. Gerade durch die noch recht überschaubare Zahl von Teilnehmern haben sich hier im Laufe der Jahre viele Bekanntschaften untereinander ergeben und somit macht es immer wieder viel Freude, sich einmal im Jahr in Bremen Vegesack zu treffen.