Am Samstag den 1. März 2008 fand im Atlantic-Hotel in Bremen-Vegesack die zehnjährige Jubiläumsveranstaltung des schon fast traditionellen, von Walter-Jörg Langbein organisierten Seminars „Phantastische Phänomene“ statt.

Passend zum Jubiläum gab es in diesem Jahr mehr Referenten denn je, die ein breites und interessantes Themenspektrum, von nüchtern und kritisch bis hin zu sehr spekulativ boten.

Nachdem Walter-Jörg Langbein am Samstag Morgen die Begrüßung machte, begann um 9:00 Uhr der erste Vortrag des Ägyptologiestudenten Stefan Eggers mit dem Titel ‚Die verschollene Pyramide des Sechemchet in Sakkara‘, in welchem er fachkundig und detailliert die Entdeckung dieser Pyramide schilderte.

Ihm folgte der Autor Dieter Bremer, der in seinem Vortrag ‚Neues zur Manna-Maschine‘ der Meinung ist, Hinweise auf die von Dale und Sassoon „rekonstruierte“ Mannamaschine in weiteren alten Texten, etwa den Beschreibungen von Christian Rosenkreuz entdeckt zu haben.

‚Gott, der Teufel und das Böse in der Bibel‘ waren das interessante Thema von Walter-Jörg Langbein.

Von 12:30 bis 14:00 Uhr gab es dann eine Mittagspause, die die gut 50 Besucher nutzten um eine Kleinigkeit Essen zu gehen, sich auszuruhen oder fleißig zu diskutieren.

Ab 14:00 Uhr begann ich mit meinem Vortrag ‚Spanuths Atlantistheorie und das Atlantis des Nordens‘, in dem ich einen kritischen Überblick über die These Spanuths, Atlantis hätte bei Helgoland gelegen, gab und außerdem noch einen kleinen Überblick über den neuesten Stand der Rungholt- und Vinetaforschung.

Dieter Bremer nutzte diesen Vortrag um mich zu einem kleinen „Rededuell“ herauszufordern und verteilte Handzettel an die Besucher, auf denen er seine Indizien dafür fixierte, der atlantische Ozean wie er in der Antike verstanden wurde, müsse im Weltall angesiedelt werden. An der Diskussion beteiligten sich nicht nur wir zwei, sondern auch weitere Teilnehmer wie Stefan Eggers.

Dieser hatte im Anschluss auch seinen zweiten Vortrag mit dem Titel ‚Rätselhaftes Ägypten‘.

Als nächster Referent war Lars A. Fischinger dran, der passend zu seinem neuesten Buch den Vortrag ‚Maria von Guadalupe – Wunder, die es nicht geben dürfte‘ hielt, in dem er auf die möglicherweise rätselhaften Aspekte dieser berühmten Marienerscheinung einging.

Der vorletzte Referent war dann Alexander Knörr, der ebenfalls passend zu seinem neuesten Buch über ‚Malta – Insel der Mysterien‘ sprach, wobei er besonderes Augenmerk auf die so genannten Cart-Ruts legte, die, wie er anmerkte, eben nicht nur auf Malta zu finden seien und auf eine unbekannte, durch eine Naturkatastrophe untergegangene Kultur hinweisen könnten.

Bevor Walter-Jörg Langbein dann gegen 19:30 Uhr das Schlusswort übernahm, kam auch Dieter Bremer noch einmal mit seinem zweiten Thema ‚Paläo-Seti-Hinweise im Buch Daniel‘ zu Wort, in dem er spekulative Bezüge zwischen alten Schriften und den geflügelten Sonnen herzustellen versuchte.

Die meisten Teilnehmer dieser schönen Veranstaltung trafen sich im Anschluss noch in der Pizzeria nebenan, wo noch bis spät in die Nacht interessante Diskussionen geführt wurden.

Am Sonntag gab es dann noch den traditionellen Ausflug in das Überseemuseum in Bremen, in dem es in diesem Jahr aber aufgrund von Renovierungsarbeiten die berühmten „Goldflieger“ nicht zu sehen gab.

Alles in allen war die diesjährige Veranstaltung eine sehr erfolgreiche. Nicht nur die bunte Themenpalette und die „zusätzlichen“ Referenten machten die Veranstaltung sehr interessant, sondern auch die Zuhörer, die immer wieder interessiert Fragen stellten und so für Diskussionen sorgten. Außerdem zeigte sich am Samstagabend, dass man sich zwischenmenschlich durchaus gut verstehen kann, auch wenn zum Teil erhebliche sachliche Differenzen vorliegen.