Fünf Tage nach dem schweren Sturm hat die ABORA III wieder Kurs aufgenommen, nach dem die Mannschaft ihr Segel an den beschädigten Reffösen reparieren musste. Die Arbeiten gestalteten sich, wie erwartet, schwierig. Zuerst mussten die Risse vernäht und schließlich mit geeigneten Flicken übernäht werden. Obwohl sich in der Crew noch niemals vorher im Segelflicken geübt hatte, arbeitete sich die Crew schnell ein und nähte in Schichten abwechselnd am Segel.

Dieses wurde bereits vorgestern gesetzt und über einen Tag bei günstigen Westwinden getestet. Das Resultat ist erfreulich: 13 kn Wind – also beginnende Windstärke 4 – hielt das reparierte Segel bisher ohne Beanstandungen stand. Obwohl der Deutsche Wetterdienst für die nächsten Tage Hochdruck und schwache südwestliche Winde vorhergesagt hat, ist zu erwarten, dass stärkere Winde die ABORA III erneut erreichen werden.

Ein weiteres Ereignis bereitet den ABORA III Fahrern Grund zur großer Freude. Heute überqueren sie die magische Mitte auf ihren Weg von New York zu den Azoren. Klar ist, dass man eigentlich zu dieser Zeit schon lange auf den Azoren angekommen sein wollte. Fakt ist aber auch, dass die ozeanographischen Bedingungen so wechselhaft und unbeständig waren, dass dieses Ziel nicht in der geplanten Zeit zu realisieren war. Allein die zweite Flaute dauerte unglaubliche neun Tage. Insgesamt hat man sich auf der ABORA III daran gewöhnt, dass nach jedem Tief ein Tag Flaute mit leicht östlichen Winden nachrückt.

Dennoch bestätigen die bereits überwundenen 1050 Seemeilen – Luftlinie – die zuvor gestellte Projekthypothese. Ein nach frühgeschichtlichen Vorbildern gebautes Segelfahrzeug ist in der Lage, die flauen aber auch rauen Bedingungen zu segeln. Nicht nur, dass die ABORA III bereits Windstärke 10 meisterte und vier Tiefdruckgebieten hintereinander ausgesetzt war, vielmehr zählt, dass die Crew in allen Situationen die Oberhand behielt und auch bei flauen östlichen Winden nicht wieder zum Ausgangsort zurück gedriftet ist.

Nun hofft der Expeditionsleiter Dominique Görlitz, dass seine Mannschaft innerhalb der nächsten 100 Meilen auf den stabilen Hochdruckgürtel trifft, an dessen Westseite seit Wochen beständige SW-Winde mit moderaten 3-4 Windstärken wehen. Damit bleibt mit Erreichen der Halbstrecke zu den Azoren zu hoffen, dass der ABORA III Expedition sowohl weitere Flauten als auch schwere Stürme erspart bleiben, um endlich ihr Ziel zu erreichen.

Presseinformation ABORA III (18. August 2007)

Weitere Informationen im Internet unter: www.abora3.de

Kontakt:
Dominique Görlitz; 001 201 333 4321 oder dominique.goerlitz@t-online.de
Michael Gruenert; 00351 912 896 815 oder info@mg-consulting.ie