Ulrich Magin untersuchte in den letzten Jahren detailliert den umstrittenen ‚Tulli-Papyrus‘. Seine bisherige Analyse wies darauf hin, dass der Papyrus als authentisch angesehen werden kann. Neuere Recherchen und eine Neuübersetzung scheinen dieses Ergebnis zu bestätigen.

Der Tulli-Papyrus ist, so wird behauptet, Teil einer Annalenrolle des ägyptischen Pharaoh Thutmoses III., die neben verschiedenen anderen Omina und Wunderzeichen auch den ersten UFO-Bericht der Welt enthält: die Schilderung von mehreren „Feuerkreisen“, die über den Himmel zogen. Danach fielen tote Tiere herab.

Abb. 1: Die hieroglyphische Transkription des Tulli-Papyrus nach „Doubt“.

Der Papyrus wurde nicht, wie üblich, in einer ägyptologischen Zeitschrift publiziert, sondern 1953 in der Nummer 41 der Zeitschrift ‚Doubt‘, dem Magazine der ‚Fortean Society‘. Der Autor des kurzen Artikels war ein Hobbyägyptologe namens Boris de Rachewiltz, der den Text im Nachlass eines Papyrusforschers des Vatikans, Prof. Tulli, gefunden hatte.

Später (in Korrespondenz mit dem Fortianer Willis) ergab sich,

  • dass der Papyrus selbst nicht Bestandteil der Vatikanischen Sammlungen gewesen war,
  • dass er 1934 von Professor Tulli in Kairo im Haus des Antiquitätenhändlers Tano entdeckt worden war,
  • dass der ursprünglich in hieratischer Schrift verfasste Text von E. Drioton in Hieroglyphen transkribiert worden war (eine bei Ägyptologen gängige Praxis),
  • dass nach Driotons Meinung der Papyrus keinen „magischen“ Inhalt hatte, sondern den Fall eines Meteoriten beschrieb,
  • dass schließlich Tulli den Papyrus nicht gekauft hatte, weil ihm der Preis zu hoch war, so dass das Original vermutlich nicht mehr existiert und wir nur noch die hieroglyphische Transkription besitzen.

Daher, und weil der Text doch ungewöhnlich ist, gab es immer wieder die Vermutung, der Tulli-Papyrus sei eine Fälschung, entweder aus den 30er oder 50er Jahren.

Für die englische Zeitschrift ‚Fortean Studies‘ [1] habe ich den Tulli-Papyrus detailliert untersucht. Eine erweiterte Version dieser Arbeit ist als Sonderband von Tino Günthers ‚UFO-Student‘ erscheinen [2]. Meiner Analyse des Textes und der Umstände seiner Auffindung sowie der Betrachtung der Zeit von Thutmoses III. nach ist der Text des Tulli-Papyrus nicht nur authentisch, sondern das Beschriebene passt auch sehr gut zu all dem, was wir über die Regierungszeit des Pharaos Thutmoses III. wissen. Schließlich fand ich eine von der Wissenschaft als echt angesehene Inschrift von Thutmoses III. in Dschebel Barkal im Sudan, die ein ähnliches Ereignis beschrieb. Ich folgerte, dass die Feuerkreise möglicherweise Nebensonnen waren, die von Thutmoses als Zeichen der göttlichen Anerkennung seiner Regentschaft gewertet wurden. Der Tulli-Papyrus sei demnach echt, habe aber nichts mit UFOs zu tun.

Pharao Thutmosos III.
Abb. 2: Pharao Thutmosos III. – Stammt der Tulli-Papyrus aus seiner Regierungszeit?

Bislang hat kein Ägyptologe den Tulli-Papyrus-Text übersetzt oder untersucht. Der Papyrus selbst ist offenbar verloren. Ich schloss meine Arbeit mit der Bemerkung, dass all meine Schlussfolgerungen sehr schnell widerlegt werden könnten, sollte ein kompetenter Ägyptologe zeigen, dass es sich bei dem Text tatsächlich um eine simple Fälschung handelt.

Eine Neuübersetzung des Tulli-Papyrus aus dem Ägyptischen

Nun habe ich – leider erst lange nach Abschluss meiner Arbeit – Kontakt zu einer jungen Ägyptologin erhalten, die sich anbot, den überlieferten Text für mich zu übersetzen und sprachlich zu untersuchen. [3] Leider möchte sie nicht, dass ihr Name genannt wird, auf diesem Wege soll ihr aber noch einmal ganz herzlich für die große Arbeit gedankt sein, die sie sich gemacht hat.

Es folgt erst die neue, und dazu erste von einem Ägyptologen gemachte Übersetzung, dann eine Auswahl aus der reichhaltigen sprachlichen und literarischen Analyse der Ägyptologin.

„… im 22. Regierungsjahr, 3. Wintermonat, 6. Stunde des Tages … die Schreiber des Hauses des Lebens fanden diesen Feuerkreis, als er gerade aus dem / vom Himmel kam. Er hatte keinen Kopf; der Hauch seines Mundes war übler Geruch. Sein Leib: 1 Holz [52,30 Meter] in seiner Länge, 1 Holz in seiner Breite. Er sprach nicht. Ihre Herzen kamen heraus, indem sie [frevelten / fehlgingen gegen sich (?) / sich vergaßen] [oder: indem sie (sich) vergaßen / fehlgingen, deswegen …] Sie legten sich auf ihre Bäuche. (Und sie gingen) um es zu melden. Seine Majestät befahl … (zu) erforschen … die Schriftrollen des Hauses des Lebens. Diese Seine Majestät dachte nach über die Gestalten. Dann, nachdem einige Tage vergangen waren nach diesem: Eine große Zahl von ihnen, mehr als jede andere Sache, am Himmel, wie Re (selbst) erschienen sie / flammten sie auf, bis zur Grenze der Himmelsstützen … reich war die Menge der Feuerkreise / machtvoll war die Position der Feuerkreise und die Truppen des Königs (?) sahen (es). Seine Majestät war in ihrer Mitte zu dieser (Zeit der) Abendmahlzeit. Und sie stiegen auf nach Süden. Fische und Vögel aber, sie fielen vom Himmel. Dieses Wunder aber, nicht geschah es (?) seit dieser Gründung dieses Landes. Seine Majestät aber veranlasste, dass Weihrauch gebracht wurde, um das Herz des Amun-Re, des Herrn der Throne der beiden Länder, zu befrieden, damit … seine Majestät befahl (aufzuschreiben) das Geschehene in Schrift (für / in) das Haus des Lebens … (in) Ewigkeit.“

Die neue Übersetzung zeigt, dass die bislang im Umlauf sich befindende (von späteren Autoren wie Harold T. Wilkins verstümmelte) Version von Boris de Rachewiltz grundlegend korrekt ist. Einige Unterschiede erklären sich wohl damit, dass de Rachewiltz sehr schlecht Englisch sprach und Schreibfehler machte: So schrieb er statt heart (Herz) hearth (Herd, Opferaltar). Es zeigt sich auch, dass die von Michael Hesemann aufgeführte Übersetzung des UFO-Enthusiasten und Hobby-Ägyptologen R. Long (die auf einer verstümmelten Abschrift der korrumpierten Abschrift von Harold T. Wilkins und nicht auf der Originaltranskription basierte) voller Fehler steckt. Der bedeutsamste Unterschied zu allen vorherigen Übersetzungen besteht darin, dass nun Thutmoses III. nicht mehr die Ereignisse im Haus des Lebens (der Lehranstalt für Priester) aufschreiben, sondern vielmehr die Archive nach vergleichbaren Erscheinungen durchsuchen lässt.

Die hieroglyphische Transkription des Tulli-Papyrus nach Wilkins
Abb. 3: Die hieroglyphische Transkription des Tulli-Papyrus nach Wilkins.

Analyse von Wortschatz und Grammatik

Hatte ich als Laie bereits festgestellt, dass der Tulli-Text zahlreiche Parallelen zu anderen Schriftstücken des Thutmoses III. aufweist (z. B. zu seiner Inschrift von Dschebel Barkal und zu seiner Reichshymne), so ist die Analyse der Grammatik und Sprache des Textes durch die Ägyptologin ähnlich eindeutig, aber von viel mehr Gewicht. Es sollte noch darauf hingewiesen werden, dass eine seltene Datumsformulierung im Text des Tulli-Papyrus sonst offenbar nur noch auf einer Stele des Thutmoses III. vorkommt.

„Der Text ist insgesamt“, so informierte mich die Ägyptologin, „in die Klasse der spät-mittelägyptischen Texte einzuordnen, das heißt, in einer mittelägyptischen Satzstruktur und Orthographie werden Elemente neuägyptischer Formen und Schreibungen verwandt.

Eine Datierung in die Zeit Thutmoses III. ist sehr gut möglich; es kann sich auch bei dem mir vorliegenden Text um eine spätere Abschrift handeln, die dann aber meiner Ansicht nach nicht viel später als 19. Dynastie wäre. Dies ist allerdings nur durch die Annahme von wahrscheinlichen stärkeren Einflüssen des Neuägyptischen auf das Schriftbild zu begründen und lässt sich nicht eindeutig beweisen. Für die Datierung des Ausgangstextes bleibt dies ohnehin relativ bedeutungslos.

Interessant ist die Parallele für Satz 1 bei Thutmoses III., was die eingangs formulierte Aussage stützt.

Im Text selbst treten, unabhängig von seiner sprach- bzw. schriftgeschichtlichen Einordnung, einige merkwürdige Schreibungen bzw. Konstruktionen auf. Diese Rate erscheint mir relativ hoch (5 von 21 Sätzen).

Ich tendiere dazu, diese obskuren Passagen Übertragungsfehlern zuzuschreiben, die von einer Transkription aus dem Hieratischen in die Hieroglyphenschrift sehr schnell auftreten können.

Möglicherweise wurden sogar Zeichen, deren hieroglyphische Entsprechung von dem Bearbeiter nicht gefunden wurden, einfach weggelassen [4] – dies würde dem zum Teil etwas ‚verstümmelt‘ erscheinenden Text bzw. die entsprechend merkwürdig verkürzten Passagen erklären.

Insgesamt halte ich den Text selbst, nach den mir vorliegenden Informationen, für authentisch, oder aber für eine sehr gute Fälschung.“

Der Tulli-Papyrus scheint also echt zu sein. In meiner Arbeit konnte ich zeigen, dass er chronologisch genau in das Leben Thutmoses III. passt und dass auch die Ereignisse just zu dem Zeitpunkt eintraten, als er eine kosmische Intervention benötigte. Durch Vergleiche der Übersetzung des Tulli-Papyrus mit Übersetzungen sämtlicher mir zugänglichen Inschriften Thutmoses III. hatte sich schon gezeigt, dass Diktion und Vokabular perfekt in die Zeit der 18. Dynastie passten. Nun hat eine junge und sehr kompetente Ägyptologin den Text untersucht und – unter dem Vorbehalt, dass es natürlich immer einen unendlich cleveren und gelehrten Fälscher gegeben haben kann – für echt erklärt.

Boris de Rachewiltz

In meiner Arbeit hatte ich den Verdacht, dass – sollte der Papyrus dennoch gefälscht sein – entweder Etienne Drioton oder Boris de Rachewiltz in Frage kämen. Im ersteren Fall wäre de Rachewiltz auf eine Fälschung Driotons aus den 30er Jahren hereingefallen, im zweiten hätte de Rachewiltz den Text geschrieben, um entweder das UFO-Phänomenen oder die Thesen Immanuel Velikovskys zu persiflieren.

Boris de Rachewiltz war ein Hobbyägyptologe, dessen Qualifikation von Skeptikern immer wieder angezweifelt wurde. Eine kurze Google-Suche im Internet ergibt aber schnell, dass de Rachewiltz Autor mehrerer Fachpublikationen ist, die heute noch an Universitäten verwendet werden. Unter anderem besorgte er die Herausgabe der magischen Papyri der Vatikanischen Sammlungen („Papiro Magico Vaticano“, Rom 1954), [5] und es ist doch sehr wahrscheinlich, dass er während dieser Tätigkeit von Professor Tulli auf den doch kuriosen Tulli-Papyrus aufmerksam gemacht wurde. De Rachewiltz war bekannt für seinen kuriosen Humor und sein Interesse an okkulten Phänomenen, er war sogar Mitglied der ‚Fortean Society‘. Allerdings studierte er in den 50er Jahren, um in die Dienste des Vatikans zu treten, und übersetzte und bearbeitete die magischen Papyri just in der Zeit, als er den Tulli-Papyrus in ‚Doubt‘ veröffentlichte. Es ist möglich, dass es sich um einen Schwindel handelt, aber man sollte sich doch fragen, ob de Rachewiltz seine Laufbahn aufs Spiel gesetzt hätte, um gerade einen Schwindel in der Art der Texte, auf die er seine wissenschaftliche Karriere bauen wollte, zu publizieren.

Eine religiöse Fälschung?

Als ich die Ergebnisse meiner früheren Studien auf dem ‚Internetforum für alternative und klassische Archäologie‘ [6] zur Diskussion stellte, schlugen sowohl Rainer Lorenz wie Frank Dörnenburg vor, es könne sich beim Tulli-Papyrus um eine religiös motivierte Fälschung aus den zwanziger Jahren handeln – und auch ich hatte längst gemerkt, dass der Satz „Dieses Wunder aber, nicht geschah es (?) seit dieser Gründung dieses Landes“ sich sehr eng orientiert an einem Bibelsatz bei der Beschreibung der 10 Plagen Ägyptens: „Es war das schlimmste Unwetter, das Ägypten je erlebt hatte, seit es ein Staat geworden war.“ (Exodus 9: 24) Dieser Satz des Tulli-Papyrus schien wörtlich aus der Bibel zu stammen. Da man in den 20er Jahren Thutmosis III. für den Pharao des Exodus hielt, da der Papyrus, wie die Exodus-Geschichte, Pestillenz sowie einen Regen von Vögeln (Wachteln?) enthält, könnte der Text tatsächlich geschrieben worden sein, um eine altägyptische Parallele zum Bibelbericht herzustellen. Zudem, so Frank Dörnenburg, widerspräche der Satz „nie seit der Gründung dieses Landes“ dem ägyptischen Geschichtsdenken, das eher zyklisch denn linear sei.

Ich hatte dieser Befürchtung bereits in meiner ausführlichen Arbeit Beachtung geschenkt und selbst gemeint, dieser eine Satz, der aus der Bibel stamme, verrate die Fälschung. Mittlerweile habe ich aber so viele Parallelstellen gefunden, dass der Ausdruck nicht mehr wie ein Fremdkörper erscheint. Typische vergleichbare Sätze sind doch: „nie zuvor geschehen“ [7]; „es geschieht, was (noch) nie zuvor geschah“ [8]; „Seit dem Anfang der Welt wurden keine Bäume wie diese gesehen“ [9]; „was sich nie zuvor ereignete“ [10]; „Nie geschah gleiches unter einem der Götter, die zuvor waren von Anfang an“ [11]; „Niemals wurde ihresgleichen gesehen seit die Welt besteht“ [12]; „Nie wurden einem König solche Dinge dargebracht, seit die Welt besteht.“ [13]

Diese Vergleichstexte stammen aus der Spanne vom Ende des Mittleres Reich bis zur 18. Dynastie des Neuen Reiches, die Texte der Hatschepsut stehen sogar in größtmöglicher Zeitnähe zu den im Tulli-Papyrus dargestellten Wunder. Der so verdächtige „Bibelsatz“ ist somit kein Fremdkörper mehr in einem Text der 18. Dynastie, und es gibt keinen Grund, den Papyrus aus diesem Grund der Fälschung zu verdächtigen.

Das Sternenwunder

Die Inschrift des Thutmoses III. aus Dschebel Barkal enthält die Beschreibung eines „Sternwunders“ (ein Stern überfliegt eine feindliche Armee, vermutlich während eines Asienfeldzugs, und verbrennt die Soldaten), das strukturelle Ähnlichkeiten zu dem Text des Tulli-Papyrus aufweist. Das könnte bedeuten, dass sowohl der Tulli-Text als auch die Stele von Dschebel Barkal von demselben Ereignis berichten, jedoch ganz unterschiedlich, denn es ist kaum anzunehmen, dass sich während des Asienfeldzugs Thutmoses III. zwei verschiedene fremdartige Himmelsereignisse ereignet haben. Das bedeutet aber auch, dass wir den Inhalt des Tulli-Papyrus nicht deuten können – weder ufologisch, noch prä-astronautisch, noch skeptisch, noch rational -, denn wir wissen nicht, ob die Version des Tulli-Textes oder die Stele von Barkal näher an der Realität liegt. Die Details in beiden Texten weichen ab, das ursprüngliche Ereignis wird durch den Paralleltext zwar bestätigt, seine Deutung dadurch aber auch unmöglich gemacht.

Dschebel Barkal - der heilige Berg der Ägypter.
Abb. 4: Dschebel Barkal – der heilige Berg der Ägypter.

Ich hatte bisher die Stele von Barkal nach der Übersetzung durch Reissner zitiert, nun habe ich eine neue Übersetzung gefunden, die den Text leicht anders anführt. Da diese neue Übersetzung jünger ist als die Reisners, nehme ich an, dass sie auch präziser ist, dass moderne Forschungsergebnisse eingeflossen sind. [14]

Und nun kommen auch in dieser neuen Übersetzung zwei Sätze fast identisch zu dem Tulli-Papyrus-Text vor, darunter erneut auch der von Kritikern am stärksten bemängelte von „niemals zuvor“. Denn in der Stele von Dschebel Barkal liegt eine feindliche Armee „auf ihren Bäuchen“, als ein ungewöhnlicher Stern auftaucht; und ein solches Wunder habe sich „niemals zuvor“ ereignet!

Nach wie vor scheinen mir demnach die Hinweise darauf, dass der Text des Tulli-Papyrus echt ist, höher einzuschätzen als die Indizien auf eine Fälschung, auch wenn diese nicht auszuschließen ist. Es wird offensichtlich, dass Thutmoses III. aus irgend einem Grunde aufschreiben ließ, während seiner Herrschaft habe sich ein Himmelswunder ereignet, die Stele von Dschebel Barkal im Sudan und der Text des Tulli-Papyrus sind zwei Versionen dieses Ereignisses, und wir wissen weder, welcher Text der ausgeschmücktere ist, noch was und ob sich überhaupt etwas ereignet hat. Am ehesten ist nach wie vor an einen mythisch überhöhten Bericht über einen Meteoritenfall zu denken, vielleicht auch an Nebensonnen. Und vielleicht hat sich auch gar kein Himmelswunder ereignet, aber Thutmoses ließ aus politischen Gründen eines erfinden.

Anmerkungen

Neue Untersuchungen habe im Jahr 2006 gezeigt, dass es sich beim sogenannten „Tulli-Papyrus“ doch um eine, wenn auch raffiniert einfach gemachte Fälschung handelt. Vgl. hierzu Magin, Ulrich (2006): Tulli-Papyrus ist gefälscht. In: Mysteries Ausg. 15. Nr. 3 Mai/Juni 2006. S. 43 und Magin, Ulrich (2007): ‚Thutmosis‘ UFO – Doch eine Fälschung!‘, erstmals erschienen in: Jufof 1/2007, S. 23-24.


[1] Ulrich Magin 1999
[2] Ulrich Magin 2001
[3] Eine Version dieser Analyse ist bereits im ‚Journal für UFO-Forschung‘ 135, 2001, S. 84-87 erschienen.

[4] Wie ich in ‚Fortean Studies‘ zeige, wurde der Text in Kairo im Haus des Antiquitätenhändlers Tano aus dem hieratischen ins hieroglyphische kopiert, der Papyrus selbst nicht gekauft. Damit entfällt Michael Hesemanns und Edward U. Condons Suche nach einem „Original“ in irgendeinem vatikanischen Museum. Aber in Hast können die von der Ägyptologin bemerkten Schreibfehler wohl entstanden sein – wer immer den Text kopierte, mag in der Eile Zeichen falsch gelesen haben.

[5] Vgl. dazu: M. Anthony Tremblay: „‚Boris is very intelligent and ’sympatico‘ and interested in worthwhile things‘: The Association and Correspondence of Ezra Pound and Price Boris de Reachewiltz.“ Paideuma: A journal Devoted to Ezra Pound Scholarship. 28.1 (Spring 1999): 151-160, S. 156, note 8

[6] http://www.f18.parsimony.net/forum32435/

[7] Papyrus Ipuwer, 7, 1-2, „Siehe, es es ereignen sich Dinge, die seit langer Zeit nicht mehr geschehen sind“ im Original: „Behold, things have been done which have not happened for a long time past.“ (The admonitions of Ipuwer, VII, 2, http://nefertiti.iwebland.com/texts/ipuwer.htm)

[8] Papyrus 1116b recto, nach Velikovsky 1995, S. 78; Ein Velikovsky-Zitat bedeutet nicht, dass ich dessen Meinung bin – im Gegenteil, ich weiß sehr wohl, dass er seine Zitate aus dem Zusammenhang riss und falsch deutete. Die Wiedergabe ist jedoch stets einwandfrei.

[9] Puntreliefs der Hatschepsut, nach Velikovsky 1995, S. 152
[10] Puntreliefs der Hatschepsut, nach Velikovsky 1995, S. 164
[11] Puntreliefs der Hatschepsut, nach Velikovsky 1995, S. 168
[12] Puntreliefs der Hatschepsut, nach Velikovsky 1995, S. 172
[13] Tyldesley 2001
[14] Cumming 1983, S. 4f. Sie führt die Stele von Djebel Barkal
nach der deen Übersetzung von Helck an.

Abbildungen

alle Abbildungen: Archiv Mysteria3000

Literatur

Cumming, Barbara (1983): Egyptian Historical Records of the later Eighteenth Dynasty. Fascicle I

Magin, Ulrich (1999): „Great Rings of Fire – Flying Saucers Attack the King of Egypt“, in: Fortean Studies 6, 1999

Magin, Ulrich (2001): Die UFOs und der Pharao. UFO-Student Sonderband 2

Tyldesley, Joyce (2001): Hatschepsut. München

Velikovsky, Immanuel (1995): Vom Exodus zu König Echnaton. Berlin

aus dem Internet:

The admonitions of Ipuwer: http://nefertiti.iwebland.com/texts/ipuwer.htm

Der UFO-Sonderband 2 kann über die Webseite http://www.ufo-informationen.de als PDF abgerufen werden: http://www.ufo-information.de/images/PDF/Baende/thutmoses_ufo.pdf (Stand: 08.05.2017)