Liebe Leserin, lieber Leser, seit dem 24. Mai hat die Schweiz eine Attraktion mehr.

Der von Erich von Däniken initiierte „Mystery-Park“ in Interlaken öffnete ein halbes Jahr nach der ursprünglich geplanten Eröffnung seine Tore.

Den Besucher erwarten in diesem Themenpark die „Rätsel der Welt“ – so wie man sie aus den Büchern des Schweizer Bestsellerautors kennt.

In sieben Pavillons wird jeweils ein Hauptthema mit Filmen, Computeranimationen oder auch einer Lasershow präsentiert. Parkbesucher werden dabei in die Gedankenwelt des alte Indien entführt, reisen virtuell nach Ägypten und Mexiko, fliegen über die Ebene von Nazca und besuchen Stonehenge mit seiner spektakulären Lasershow. In einem weiteren Gebäude sind Rätsel der Megalithkulturen vorgestellt. Den Abschluss bilden zwei Pavillons in denen zum einen Aspekte der sog. Cargo-Kulte – u.a. an technischen Bibelinterpretationen -, zum anderen die Vorstellung interplanetarischer Reisen visuell aufbereitet werden. Neben den sieben Hauptshows findet der Besucher in jedem Pavillon weitere „Side-Attractions“, bei denen weitere „Mysteries“ erläutert sind.

Im nächsten Jahr eröffnet das „ScienceCentre“ des Parkes ergänzend zu den Shows der sieben Pavillons. Hier wird der Besucher selbst zum „Entdecker“ und erhält die Möglichkeit sich interaktiv ausführlichere Informationen über die „ungelösten Rätsel der Welt“ zu erarbeiten.

Die Grundidee für den „Mystery-Park“ selbst wurde bereits 1989 durch Erich von Däniken wie folgt formuliert:

„Ich träume von einem Museum für Prä-Astronautik. Von einem Gebäude, in dem ausgestellt und gezeigt wird, was unsere Welt so faszinierend macht. In ein solches Museum gehören Originalkopien (sogenannte Alabaster-Gips-Abzüge) von der Grabplatte von Palenque, gehören originalgetreue Wiedergaben von imposanten Stelen mit hernieder fahrenden Göttern, eindrückliche Felszeichnungen von uralten ET’s im Raumfahrerdress, das Fries des Sonnentors von Tiahuanaco mit den 48 geflügelten Figuren, die ihren von einem Strahlenkranz umgebenen Hauptgott flankieren. In das Museum gehören Modelle der astronomisch ausgerichteten Stadt Teotihuacán, vergrößerte Luftaufnahmen von Nazca und anderen Bodenzeichnungen, doch auch viele andere rätselhafte Kuriositäten, die in der prä-astronautischen Betrachtungsweise mehr Sinn ergeben als in der bisherigen Lehrmeinung.“ [1]

Obwohl nur als kleines Museum angedacht, wusste der Schweizer Bestsellerautor schon damals:

„Das Museum für Prä-Astronautik wird zum magnetischen Anlaufpunkt für jung und alt werden, weil es eine ganz besondere Anziehungskraft ausstrahlt: die Faszination der Rätsel dieser Welt, die Suche nach den Göttern und der universellen Urheimat der Intelligenz.“ [2]

Den zweiten Schritt zur Realisierung seines Traumes, seiner Utopie, folgte im Jahr 1996. In der Mitgliedzeitschrift der ehemaligen A.A.S. (Ancient Astronaut Society), der ‚Ancient Skies‘, erschien in der Ausgabe 3/96 eine Belage, in der Erich von Däniken die Mitglieder der Forschungsgesellschaft um Mithilfe bittet. Als „Projekt X“ getarnt, wurde daraufhin mit Spendenbeiträgen eine Stiftung gegründet, welche den ursprünglichen Gedanken fortführte. Zur weiteren Realisierung des Projekte galt es eine Aktiengesellschaft zu gründen und diverse Weltkonzerne als Sponsoren zu gewinnen. Insgesamt hat das Projekt in Folge rund 86 Millionen Franken verschlungen.

Ein erster Entwurf des späteren Mystery-Themenparkes.
Abb. 1: Ein erster Entwurf des späteren Mystery-Themenparkes.

Es bleibt abzuwarten, ob der „Mystery-Park“ – egal ob er nun als Bildungs- und Wissenspark oder als „Disneyland der alternativen Archäologie“ angesehen wird – den „Rätseln der Welt“ zu einem neuen Boom verhelfen wird. Immerhin konnten die Macher des Projekts bereits nach 55 Tagen den 100.000 Besucher des Parks begrüßen.

Für Mysteria3000 bleibt es auf jeden Fall eine wichtige Aufgabe archäologische Rätsel zu präsentieren und die Interpretationen der alternativen und interdisziplinären Archäologie vorzustellen und zu diskutieren. Aus diesem Grund führen wir mit der aktuellen Ausgabe auch eine neue Rubrik in unser Magazin ein: „zur Diskussion gestellt …“ enthält in Zukunft Artikel und Berichte, in denen neue Ideen, Thesen aber auch alte Ansätze neu zur Sprache gebracht und kontrovers diskutiert werden können. Als erster Beitrag erscheint in dieser Ausgabe ein Artikel über die Hartgesteinsbearbeitung im alten Ägypten in dieser Rubrik. Die Redaktion freut sich bereits auf entsprechende Zuschriften.

Im Blickpunkt der akutellen Ausgabe stehen – dem Titelthema „Versunkene Kontinente“ entsprechend – die rätselhaften Bauten von Nan Madol und die Entstehung der Hypothese eines Urkontinents namens Lemuria. Daneben werden die Auslegungen der Visionen des Propheten Hesekiel, die aktuellen technischen Interpretationen zur ägyptischen Doppelkrone und vier „Rätsel“ der Anden besprochen.

Herzlichst, Ihr
Markus Pezold

Anmerkungen

[1] Däniken 1989, S. 2

[2] ebd.

Literatur

Däniken, Erich von (1989): „Ich habe einen Traum“,
in: Ancient Skies Nr. 6/1989, S. 2