Nach dem Ende des ersten Weltkrieges kam es in Deutschland zu einer Flut neuer Schriften, die sich mit der Zahlenmystik der Cheopspyramide auseinandersetzen. Neben neuen, phantastischen Eigeninterpretationen fanden auch die die Thesen des schottischen Astronomen und Pyramidenforschers Piazzi Smyth (1819-1900) Gehör. Der Schotte wurde dabei für viele zu einer Art „Quell der Inspiration“. So auch für den deutschen Vermessungssekretär Johann Polixa, dessen Schrift ‚Die Sprache der Cheopspyramide‘ im Jahr 1922 in Stettin veröffentlicht wurde.

1. Pyramide. Erde. Mensch

Die Lösung des Rätsels der Cheopspyramide ist seit vielen Jahrhunderten von vielen Berufenen und Unberufenen versucht worden. Ein jedes der in den letzten 100 Jahren erschienenen Bücher hatte etwas Neues gebracht, doch waren es meist Lösungen bzw. Theorien untergeordneter Art, so dass die große Frage, nach welchen Grundsätzen bzw. Plänen die Cheopspyramide erbaut wurde, bis heute unbeantwortet geblieben ist.

Der Amerikaner Charles T. Roussel schreibt in seinen Schriftstudien Band 3:

„Die Alten zählten sieben Weltwunder auf und nannten dabei zuallererst die Große Pyramide von Gizeh. Sie liegt in Ägypten nicht weit von der Stadt Kairo. Kein anderer Bau der Welt kann sich mit ihr an Größe messen. Ich sah einen Stein in der Pyramide, dessen Gewicht auf 880 Tonnen geschätzt wird. Es sind Steine darin von 30 Fuß Länge, welche so genau zusammenpassen, dass man die Fuge schwer findet. Keine Maschine ist jetzt so vollkommen, dass sie zwei Oberflächen von 30 Fuß Länge machen würde, die so zusammenpassen, wie diese wunderbaren Steine in der Großen Pyramide.“

Die Cheopspyramide ist seit dem 14. Jahrhundert von mindestens 25 europäischen Forschern örtlich gemessen worden. Max Eyth erwähnt in seinem Werk ‚Lebendige Kräfte‘, S. 141, dass beispielsweise „der ausgehöhlte Granitblock in der Königskammer seit 1553 von 25 Forschern aufgenommen wurde, darunter die gelehrtesten Mathematiker, Astronomen, Messkünstler und Ägyptologen ihrer Zeit, und nicht eine der Messungen stimmt genau mit einer der übrigen 24 überein.“

Wie nun sollten erst die Messungen der Dimensionen der Pyramide selbst, auch nur annähernd übereinstimmen, wenn schon bei dem kleinen Objekt, das etwa 200 mal kleiner ist, als die Seitenlänge der Pyramide, keine Übereinstimmung zu erzielen war. Die zuverlässigsten Angaben für die Seitenlänge der Pyramide sind von dem englischen Oberst Howard Vyse im Jahr 1837 ermittelt worden.

Die große Pyramide ist bekanntlich auf einer Felsenplattform erbaut. Wenn wir bedenken, dass durch Verwitterung und menschliche Eingriffe keine oberen Verschalsteine in ihrer ursprünglichen Lage heute vorhanden sind, diese vielmehr am Fuße der Pyramide große Schutthaufen bis zu 50 Fuß Höhe bilden, dann werden wird uns einen kleinen Begriff von den vielen Schwierigkeiten machen, die bei den Messungen in Erscheinung traten.

Nachstehend einige wichtige Ergebnisse:

Von französischen Forschern von 1779 Seitenlänge = 232,75 m
Von Oberst Howard Vyse 1837 Seitenlänge = 232,86 m
Von Flinders Petrie 1881/82 Seitenlänge = 230,34 m
Auffallend ist die große Differenz von 2,47 m zwischen den beiden ersten Messungen und der letzteren von Flinders Petrie. Allgemein wird die letzte Messung als die gründlichste und zuverlässigste von der Wissenschaft anerkannt und alle bis heute aufgestellten Theorien, die sich in den zulässigen Grenzen der ersten beiden Messungsergebnisse bewegen, werden verworfen.

Der Amerikaner als Unparteiischer schreibt in seinem Werk ‚Schriftstudien‘ Band 3 letzte Seite unter einer photographischen Aufnahme „Die geschichtlichen Mantelsteine in der Mitte der nördlichen Grundseite der Großen Pyramide von Gizeh (mit dem Blick nach Westen); erstmalig entdeckt durch Oberst Howard Vyse im Mai 1837, und wieder ans Licht gebracht von L. Dow Cowington im Mai 1909.“ Hier sagt ein Unparteiischer klar und deutlich, dass die Verschalsteine nach ihrer ersten Entdeckung erst 1909 wieder ans Licht gebracht sind. Flinders Petrie hat aller Wahrscheinlichkeit nach in den Jahren 1881/82 die zweite Schicht der Steine irrtümlich als das Fundament angenommen, denn anders lässt sich eine so große Differenz von fast 2,5 m nicht erklären.

Im folgenden will ich den Beweis erbringen, dass die Dimensionen der Cheopspyramide abgeleitet sind von den Größenverhältnissen unseres Planetensystems. Augenblicklich kommt weder das eine noch das andere Messergebnis in Frage, vielmehr müsste durch eine Expedition örtlich von Fachleuten geprüft werden, ob die von dem Amerikaner Russel erwähnten, in den Felsen eingelassenen 4 Eckpfeiler vorhanden sind, und welches tatsächliche Maß letzten Endes in Frage kommt.

Der englische Astronom Piazzi Smyth schreibt über die Pyramide im Jahre 1859 folgendes:

„Die Große Pyramide von Gizeh war früher mit einer wunderbar glatten, weißen Mantel-Steinschicht bedeckt, welche dem Gebäude eine fast mathematische Vollkommenheit verlieh. Dieser Mantel verblieb in seiner Lage, bis im Jahr 1000 n.Chr. die Kalifen Ägyptens, die Wirkungen eines Erdbebens, welches im Jahre 908 n.Chr. stattfand, sich zunutze machend, die glatten Böcke abtrugen. Die Große Pyramide macht jetzt einen zerstörten Eindruck. Sie wird an allen vier Seiten von Schutthaufen umgeben, den Bruchstücken vieler, einst wunderbarer Mantelsteine. Wir sehen hieraus, dass die im Mai 1837 entdeckten neunzehn ganzgebliebenen Mantelsteine von Smyth nicht erwähnt werden, da sie unter den nachfallenden Bruchstücken verschüttet lagen. Diese neunzehn Mantelsteine sind Seite an Seite liegend an der Nordseite der Pyramide 1909 bloßgelegt worden. Obgleich dieselben von gewaltiger Größe sind, sind sie so eng aneinander gepasst, dass die Scharfseite der Klinge eines Taschenmessers nicht dazwischen gefügt werden könnte.

Es ist schwer zu begreifen, wie die ursprünglichen Erbauer so feinen Zement herstellen konnten, der zugleich von einer solchen Haltbarkeit ist, dass er alle noch erhaltenen 19 Steine wie einen einzigen zusammenhält.“

Wenn also das Gebäude an sich eine mathematische Vollkommenheit darstellte, dann müssen die Fundamente, d.h. die 4 Eckpunkte zweifellos vorher irgendwie vermarkt worden sein und dieses ist sehr wahrscheinlich durch eingelassene Steinpfeiler erfolgt.

Meiner Betrachtung habe ich zum Ausgangspunkt, die von vielen Seiten angefeindete PI-Theorie von Dr. Noetling zu Grunde gelegt. Aber auch jede andere Theorie, ja sogar die tatsächlich ermittelten Maße der französischen Foerscher und die von Howard Vyse können angewandt werden, ohne das gefundene System unmöglich zu machen. Dr. Noetling hat die Seitenlänge mit 232,710 m und die Höhe mit 148,148 m ermittelt. Diese theoretischen Zahlen differieren gegen die gemessenen um 4 bzw. 16 cm in der Seitenlänge, was vorläufig keine große Bedeutung hat.

Aus der folgenden Zeichnung will ich bestätigen, dass durch Verlängerung von 3 Luftschächten, sowie des abwärts führenden Ganges der von Dr. Noetling errechnete Magèn Davids tatsächlich in dem Pyramidenbau enthalten ist. Wir erhalten hier eine gedachte – geistige – umgekehrte Pyramide, die wenn, die Maße und Winkel der Luftschächte genau vorhanden sind, die ehemalige alte Pyramide in ihren Dimensionen geistig neu erstehen lassen (siehe Zeichnung 1).

Zeichnung 1:
a-b-c-a = Querschnitt durch die Mitte der Cheops-Pyramide von Norden nach Süden.
A-B-C-A = die neue Pyramide errichtet durch Verlängerung von 3 Luftschächten und des unterirdischen Ganges.

Ursprünglich waren bis zur Spitze der Pyramide etwa 5x7x6 = 210 Steinschichten in der Höhe von je 50 cm bis 1,50m; heute sind kaum noch 200 vorhanden.

Diese Zeichnung veranschaulicht uns einen Querschnitt der Cheopspyramide von Süden nach Norden. Rechts unten befindet sich der einzige Eingang in das Innere der Pyramide. Der Eingang teilt die Gesamtlänge der Pyramidenseitenhöhe in etwa 9 Teile. 1/9 der Seitenlänge ist in der Entfernung vom Fundament bis zum Eingang und 8/9 vom Eingang bis zur Spitze enthalten. Es sagt uns eine Zahl von 10 Stellen. Nämlich der einzige Eingang bedeutet eine 1 und durch den Eingang werden 9 Teile in der Seitenhöhe bestimmt, diese neun Teile sind 9 Nullen. Mithin die Zahl 1 Milliarde. Dieser Faktor 109 ist grundlegend bei der Erbauung der Pyramide gewesen.

Die abwärtsführende Richtung des Eingangs in die Pyramide ist nicht etwa aus der umgekehrten, gedachten Pyramide abgeleitet, sondern sie bestimmt durch ihre weitere Verlängerung nach unten in dem rekonstruierten Bauplan durch den Schnitt mit einer anderen Konstruktionslinie den Sonnenrand. Desgleichen ist die Richtung der aufwärtsführenden Passage und die sich daran anschließende Galerie nach einem wichtigen Festpunkt im Bauplan festgelegt. Der Querschnitt der Pyramide ist lediglich aus den Größenverhältnrissen der Sonne und der 4 großen Planeten (Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun) abgeleitet. Die kleinen Planeten Venus, Erde, Mars, Merkur und der Mond der Erde sind ebenfalls in der Pyramide und zwar in der Außenansicht enthalten. Die sogenannte Königinkammer bezieht sich auf den Querschnitt der Pyramide (siehe Zeichnung 1) Sonne und die 4 großen Planeten, und die Königskammer auf die kleinen Planeten unseres Planetensystems (siehe Zeichnung 2).

Zeichnung 2:
A-B-C-A = eine der 4 Seitenflächen der Cheopspyramide, berechnet dur Dr. Noetling. R 130,124 m berechnet aus 1/2 Seitenlänge und Seitenhöhe, bestimmt den die 3 Punkte des Dreiecks berührenden Kreis. Die zweite Seitenfläche der Pyramide a-b-c-a ist in umgekehrter Form zur Vervollständigung des Bildes eingezeichnet. Die Bedeutung des Kreises R 130,124 wird im folgenden erklärt.

Wenn wir denn aufwärtsführenden Gang betreten, so finden wir etwa in der Mitte desselben drei in bestimmten Abständen eingemauerte Gürtelsteine. Diese 3 Gürtelsteine geben uns den Schlüssel zum weiteren Forschen, nämlich 3 ineinandergreifende gleichgroße Kreise. Nehmen wir die Pyramide örtlich in Augenschein, so können wird, von welchem Punkt wir auch wollen, nur die zwei Seiten auf einmal sehen. Wir sehen also jedes Mal bestenfalls die halbe Pyramide.

Errechnen wir nun unter Verwendung der von Dr. Noetling ermittelten Zahlen den Zentripunkt für eine der zwei sichtbaren Seitenflächen, so erhaltne wir, wie aus der folgenden Zeichnung zu ersehen ist, den Radius 130,124 m (siehe Zeichnung 2).

Zur Vervollständigung des Bildes ist die zweite Pyramidenseite a-b-c in umgekehrter Form eingezeichnet. Die Bedeutung des aus der einen Pyramidenseite ermittelten Kreises von R. 130,124 m wird uns erst verständlich, wenn wir den gegebenen Schlüssel sachgemäß anwenden.

Zeichnung 3 gibt uns die drei Gürtelsteine in Form von drei Kreisen wieder. Diese drei Kreise mit den aus R. 130,124 m ermittelten Radien von 82,49 m symbolisieren den während eines Erdenjahres von der Erde beobachteten dreimaligen Umlauf des Planeten Merkur um die Sonne. – Tatsächlich läuft Merkur viermal innerhalb eines Erdenjahres um die Sonne, da aber die Erde selber einmal im Jahre um die Sonne läuft, so wird der Umlauf des Merkur 4-1=3 mal wahrgenommen. Der Merkur macht die von den Astronomen so genannten drei Schleifen um die Sonne.

Die drei Innenkreise von Zeichnung 3 nenne ich kurz Iriskreise. – Der Radius dieser Kreise von 82,4948 m ist in der Pyramide ebenfalls enthalten in dem Verhältnis der aufsteigenden Passage zur Großen Galerie.

Zeichnung 3:
Der aus den 2 Seitenflächen der Pyramide abgeleitete Kreis (R 130,124) wird durch 3 Innenkreise, wie nebenstehendes Bild zeigt, geteilt. Die 3 Innenkreise, welche ich kurz Iriskreise nenne, symbolisieren den während eines Erdenjahres von der Erde beobachteten 3maligen Umlauf des Merkur um die Sonne.

Die große Galerie hat beiderseits je 7 Abstufungen und ist ferner 7mal höher als die aufsteigende Passage. Das sagt uns, dass wir die Zahl 7 zur 7 Potenz erheben sollen um den gesuchten Durchmesser bzw. Radius für einen der 3 Kreise zu finden. 77 = 82 35 43. Diese absolute Zahl differiert, wenn wir sie als 82 m 35 cm 43 mm lesen, gegen die aus der Pyramide ermittelte, nur um 14 cm und 5 mm. Erwähnen will ich nur, dass unser Metermaß den ungefähren 10.000.000 Teil des Erdquadranten oder den 40 millionsten Teil des Umfangs der Erde am Äquator darstellt, und mithin kosmisch zu werten ist. Kehren wir nun zurück zu der Zeichnung 3 und untersuchen die berechneten Zahlen. R. 130,124 – 82,495 = 47,629 m. Dieses ist der Radius desjenigen Kreises der mit seiner Peripherie die Zentripunkte der 3 Iriskreise schneidet. Diese und die folgenden Zahlen bekommen erst Leben, wenn ich die Königskammer mit ihnen in Verbindung bringe. Gleich beim Betreten der Königskammer fällt uns auf, das die Steine in der Ost- und Westwand je 5 genau geteilte Lagen haben. 5+5=10. Wir zählen alle den Raum bildenden Steinplatten und sind erstaunt 100 zu finden. Das sagt uns nur, dass alles seinen Zweck zu erfüllen hat. Wir wissen, dass dem Erbauer das Zentisimalsystem wohl bekannt war. Nun schauen wird nach oben und gewahren 5 übereinander gelegte Steindecken.

Alles zusammengenommen heißt es 105 oder das Komma 5 Stellen nach rechts setzen und nun bekommen wir statt 47,629 m 4762900 m oder 4762,9 km. Erstaunt über diese Riesenzahl, im ersten Augenblick überwältigt, da wir uns keine annähernde Vorstellung machen können von einer Entfernung von fast 5000 km; ist diese Zahl nichts anderes als der Durchmesser des kleinsten Planeten Merkur, nämlich 4762,9 km. Gegen die astronomische Bestimmung von 4780 km eine Differenz von +17 km. Ziehen wir nun den so gefundenen Wert von dem nächstgrößeren ab, so erhalten wir den Durchmesser unseres Mondes. Nämlich: 82,4948 m – 47,629 m = 34,8663 * 105 = 3486,63 km. Der Durchmesser des Mondes ist mit 3480 km von den Astronomen ermittelt. Mithin beträgt die Differenz – 6,6 km. – Wenn wir nun den Durchmesser des Planeten Merkur und den Durchmesser des Mondes zusammenziehen, so erhalten wir den gemeinsamen Radius der 3 Iriskreise = annähernd 77.

Ernst Voß schreibt in seinem 1920 im Theosophischen Kulturverlag Leipzig erschienenen Buch über ‚Zyklen und Zeitalter‘ Seite 37 uf.:

„Die Zahl 7 spielt eine große Rolle in der okkulten Wissenschaft und ist ohne Zweifel die Grundzahl unseres Sonnensystems. Wir haben 7 Tage, 7 Farben, 7 Töne usw. usw. In sämtlichen großen Religionssystemen finden wir die Sieben als ‚heilige Zahl bezeichnet‘. Die Zahl Sieben setzte sich aus 3 und 4 zusammen und symbolisiert alle die größten Geheimnisse in der Natur.“

„In der Tat, ob man nun die 4 getrennt nimmt oder die 3 für sich, oder die zwei zusammen usw. Sie bezeichnen die Wirkungen der Natur in ihren ewigen periodischen Erscheinungen. Sie sind niemals irrende, beständig wiederkehrende Zahlen, welche jenem, der die Geheimnisse der Natur studiert, ein wahrhaft göttliches System enthüllen, einen intelligenten Plan in der Weltentstehung, welcher natürliche, kosmische Einteilungen von Zeiten, Jahreszeiten, unsichtbaren Einflüssen, astronomischen Erscheinungen ergibt.“

usw.

Durch die Darstellung von 3 weiteren Iriskreisen (siehe Zeichnung 4), insgesamt: durch 6 Iriskreise und ihre Schnitte wird der Durchmesser des Planeten Mars bestimmt.

Berechnung

Mond + Merkur = 8249,482
– Merkur 4762,902

Wurzel = 6735,68 km

Der Durchmesser des Planeten Mars ist astronomisch auf 6740 km ermittelt. Mithin beträgt die Differenz + 4,33 km.

Zeichnung 4:
Durch 6 Iriskreise und ihre Schnitte wird der Durchmesser des Mars bestimmt.

Die Schnittpunkte a-a und b-b geben die Lage der in der Zeichnung Nr. 2 dargestellten Pyramidenseite roh an. Die Differenz beträgt 7 cm + 7 cm. Auffallend ist es, dass diese Differenz im gleichen Verhältnis zu der Zeichnung 2 ersichtlichen Differenz zwischen ½ Seitenlänge und Zwischenentfernung der beiden Seitenlängen steht.

Durch Verdopplung der Iriskreise und ihre 12 Schnitte (siehe Zeichnung 5) wird der Durchmesser der Erde bestimmt. Berechnet ist die Sehne bei einem Winkel von 30 Grad für den Radius 4762,9 = Durchmesser des Merkur.

Demnach:

(4762,92 – ½ Sehne 1232,72 Wurzel) + (8249,482 – 1232,722 Wurzel) = 12757,35 km

Der Durchmesser der großen Achse der Erde beträgt nach Clarke (1880) 12756,50 km, die Differenz = 850 m. Zeichnung 5 ist die Grundlage unserer gesamten Zeitordnung. Durch weitere Verdoppelung der Iriskreise und ihre 24 Schnitte wird der Planet Venus bestimmt (siehe Zeichnung 6).

Zeichnung 5: Durch Verdoppelung der Kreise und ihre 12
Schnitte wird der Durchmesser der Erde bestimmt.

Der Winkel alpha beträgt 15 Grad. Die Sehne a-b=1243,5. Die Berechnung erfolgte nach derselben Formel wie die Berechnung des Durchmessers der Erde. Der Durchmesser der Venus beträgt 12948,1 km. Hier tritt zum erstenmal eine größere Differenz in Erscheinung. Der Durchmesser der Venus ist astronomisch mit 12700 km und nach Meyer 12400 km ermittelt.

Die Astronomen behaupten, die Venus wäre kleiner als die Erde. Dies scheint nicht der Fall zu sein, denn nach Meyer beträgt der kleinste Fehler der bei der instrumentalen Messung der Venus gemacht werden kann 400 km mehr bzw. weniger. Die Differenz gegen meine Berechnungen würde im Vergleich zu der 1. Angabe von 12700 km nur etwa 248 km betragen, was nur der Größe des halben Fehlers gleichkommt.

Der aufmerksame Leser wird gefunden haben, dass die Durchmesser der Planeten und des Mondes in den vorstehenden Zeichnungen durch Berechnungen der Halbmesser oder Radien bestimmt wurden. Wie anfangs erwähnt wurde, sind zur Darstellung der Zeichnungen 2 die von einem Punkt auf einmal sichtbaren 2 Seiten der Pyramide verwand worden. Die 2 Seiten bilden aber nur die halbe Pyramide. Demnach mussten auch nur die halben Dimensionsmaße eingesetzt werden und wir würden dann anstatt der Radien, mit den tatsächlichen Durchmessern der einzelnen Größen zu tun haben. Dieses ist mit Rücksicht auf die einfachere Berechnung unterblieben. Der erste Kreis auf Zeichnung 2 muss demnach einen Durchmesser von 130,124 m haben, anstatt Halbmesser 130,124 m.

Zeichnung 6:
Durch weitere Verdoppelung der Iriskreise und ihre Schnitte
wird der Planet Venus bestimmt.

Zeichnung 6 ist durch die Darstellung von 24 Iriskreisen abgeschlossen. Der in der Mitte freibleibende Raum hat sich zu einem vollkommenen Kreise verdichtet und wird Pupillenkreis genannt.

Zeichnung 7 stellt die Verbindung zwischen menschlichem Auge, Pyramide und den 5 kleinen Himmelskörpern (Venus, Erde, Mars, Merkur und Mond) dar. Gehen wir vom menschlichen Auge aus und messen den Durchmesser der Iris, so finden wir, dass das menschliche Auge bei allen Völkern und Geschlechtern, bei Kindern wie bei Greisen einen Durchmesser von rund 13 mm hat. Multipliziert man diese Zahl mit 105, nämlich 13 mm mal 100.000, so erhalten wir den Durchmesser des aus der halben Pyramide errechneten Kreises von 130, .. m, multiplizieren wir nun diese Zahl mit 105, nämlich 130, .. m mal 100.000, so erhalten wir den Durchmesser des Himmelsauges von rund 13.000.000 = 13.000,.. km, in dem die Größenverhältnisse der 5 Himmelskörper enthalten sind. Jetzt erst wird uns verständlich, dass die Dimensionen der Pyramide diese gewaltige Ausdehnung haben müssen, um das Zwischenglied zwischen Mensch und Erde darzustellen.

Zeichnung 7:
Das menschliche Auge (Iris und Pupille) das alles grobstoffliche
wahrnimmt und dem Geiste übergibt. Erddurchmesser / 1 Milliarde = Auge.

Wenden wir nun den zu Anfang erwähnten Faktor von 109, der durch den Eingang in die Pyramide zum Ausdruck gebracht wird, auf das menschliche Auge an, so erhalten wir, wenn wir 13 mm mal 1.000.000.000 nehmen, wiederum den Durchmesser für das Himmelsauge, oder auch den ungefähren Durchmesser unserer Erde. Der wunderbare Zusammenhang zwischen Mensch und Erde wird uns erst verständlich, wenn wir die Zahl 109 in unseren 10 Fingern erkennen und die Formel: Auge mal 10 Finger = Erde in ihrer großen Weisheit voll erfassen.

Aus vorstehender Abbildung ist die Teilung der Pyramidenseite durch den Eingang ersichtlich. Der Planet Mars trennt die 9 Teile in 6 und 3 Teile. Diese Zahlen sind 1.000.000 und 1000 und zusammen 1.000.000.000. Mit diesen 3 Faktoren, welche aus 7, 4 und 10stelligen Zahlen bestehen, sind wir nunmehr im Stande, das große Geheimnis, nämlich die Entstehung der Pyramide, restlos zu lösen.

Zeichnung 8 gibt uns die Urdarstellung des in seinen Grundzügen bis auf den heutigen tag erhalten gebliebenen „Stern Davids“ wieder. Wir wissen, dass die jüdischen Synagogen mit diesem Symbol versehen sind. Die Bedeutung desselben ist jedoch der Menschheit verloren gegangen.

Zeichnung 8: Das vollendete erste Geheimnis der Steinpyramide von Gizeh. Das heilige Symbol das Magen Davids in seiner Urdarstellung. Das große Geheimnis der Steinpyramide, nämlich die Entstehung der Pyramide – die Ableitung ihrer Maße – will ich in folgenden Bildern kundtun. Die Grundzüge sind bis auf den heutigen Tage erhalten geblieben. Ihre wahre Bedeutung jedoch der Menschheit unbekannt.

Wenn wir die Abbildung 8 genauer betrachten, so finden wir, dass zu allen bis auf den heutigen Tag bestehenden Hypothesen, die die eine oder andere Theorie zu Recht oder Unrecht als in der Pyramide enthaltend, verfechten, durch die Darstellung der 2 Pyramidenseiten innerhalb eines Kreises mindestens 2 weitere Theorien über die Entstehung der Pyramide hinzukommen.

Zwei nebeneinanderliegende Quadrate bilden die Grundlage.

a – b = b – d
a – b / 2 = c – b = c – d

Wurzel a- b2 + b – c2 = a – c
a – c = c – e

Wurzel a- b2 + b – e2 = a – e

a – b = ½ Seitenlänge
b – e = Seitenhöhe
a – c = Polkante

Die zweite Theorie ist durch Abbildung 4 genauer veranschaulicht. Die 4 Schnittpunkte a – a und b – b geben durch ihre Verbindung die Lage der Seitenlängen an. Auch diese Theorie wäre zu untersuchen insofern, da sie, wie auch Theorie 1, in den zulässigen Fehlergrenzen gegen die maßgebenden örtlichen Aufnahmen sich bewegen. Die 1. Theorie wird durch die sogenannte Königskammer bestätigt. Länge und Breite der Kammer verhalten sich wie 2 zu 1 = den beiden nebeneinanderliegenden Quadraten.

Die Höhe der Königskammer ist mit 10 multipliziert gleich dem 4. Teil der Pyramidenseite, oder die Strecke c – b der Abbildung. Da wir bis heute das Sollmaß der Pyramide nicht genau wissen, letztenendes 2 oder 3 Dezimeter mehr oder weniger an allem nichts ändern, so will ich fernerhin die von Dr. Noetling ermittelte theoretische Seitenlänge von 232,71 m anwenden. 232,71 / 4 = 58,18 m. Die Höhe der Königskammer beträgt nach englischen Angaben 5,84 m. Es würde demnach eine Differenz von 2 cm sein, die der englische Forscher zu viel gemessen hat. Praktisch bewertet ist dieses Ergebnis ein glänzendes. Denn es soll ja nur ein Hinweis sein, nach welchem Grundsatze dieses Bauwerk zustande kam.

Ferner ist das zu berücksichtigen, was zu Anfang erwähnt wurde. Von 25 Expeditionen haben auch nicht 2 ein und dasselbe Resultat bezüglich der Maße der Königskammer heimgebracht. Das will viel sagen. Wir werden dieses auch verstehen, wenn wir bedenken, dass wir mit einem jahrtausende alten Bau zu tun haben und dass beispielsweise die Königskammer in den letzten 1000 Jahren von Hunderttausenden Menschen besucht wurde. Merkwürdig erscheint es, dass nun gerade Petrie der zuverlässige Messkünstler 6 verschiedene Messstrecken in einen so nahen Zusammenhang mit einander brachte, dass seine Messungen genau auf cm stimmen. Die 4 Seitenlängen der Pyramide leitete er ab von der Länge und Breite der Königskammer. Die Länge verhält sich zur Breite genau wie 2 zu 1. Nun hat er die mit 10,47 m gemessene Länge mal 22 genommen und bekam die seiner Meinung nach richtige Grundlänge mit 230,34 m, = + 0,00 m Differenz gegen den Durchschnitt der 4 von ihm bestimmten Seitenlängen. Petrie irrte. Die Königskammer steht nur in Bezug der Höhe und der Diagonale mit der Seitenlänge der Pyramide in Zusammenhang. Die Ost- bzw. Westseite der Königskammer geben mit ihren Abmessungen den Radius der Erde am Äquator an.

Beide Giebelseiten werden aus 5 Steinschichten gebildet. Der nun in der natürlichen Richtung dargestellte Äquator ( R = 6,378 . 10 . 105 = 6378,0 km ) trennt die 5 Schichten in 2 Hälften, so dass 10 gleiche Felder entstehen. Es ist fraglos ein Irrtum aus dem Fußboden der Königskammer das von Petrie angenommene Pyramidenmaß zu suchen. Aus den Dimensionsmaßen der Königskammer finden wir den Inbegriff des gesamten Bauwerks bestätigt. Nicht nur allein die Maße der Pyramide, nein, sogar der berühmte Winkel der Gänge von 26 Grad 18 Minuten 10 Sekunden ist in der Königskammer enthalten.

Denken wir uns, die Königskammer wäre in einer Kugel enthalten. Die Wand der Kugel von der Feinheit einer Seifenblase. Die Königskammer so darin enthalten, dass die 8 Ecken die Wand der Kugel fein berühren. Dann würde der Mittelpunkt der gedachten Kugel gleichzeitig auch den Mittelpunkt der Kammer bilden.

Der Durchmesser der Kugel oder die 8 Entfernungen die wir praktisch in der Kammer messen können, beträgt rechnerisch aus den Dimensionen 13,047 m. Diese Zahl mit 10 multipliziert, ergibt den aus der Seitenfläche der Pyramide (siehe Zeichnung 2) berechneten Radius bzw. den aus den halben Maßen der 2 Seiten ermittelten Durchmesser von 130, 124 m. Die Differenz beträgt praktisch nur 3,5 cm. Die Höhe der Kammer verhält sich zu den Diagonalen S1 bzw. S2 wie a zu b. Da nun 2a = b ist, so haben wir hier wiederum mit 2 Quadranten zu tun, die in diesem Falle die halbe Seitenlänge der Cheopspyramide angeben.

Zeichnung 8 zeigt die aus der Königskammer unmittelbar bestimmten Maße für die halbe Pyramide sowie die Winkel der Gänge an.

In den Jahren 1842-45 hat die preußische Expedition unter Führung von Lepsius unter anderem auch die Dimensionen der Königskammer gemessen. Das Ergebnis war a = 5,20 m, b = 10,43 m und h = 5,80 m. Stellen wir dieses Ergebnis dem von Petrie gegenüber, so müssen wir staunen über die beträchtlichen Differenzen zwischen den beiden Messungen. Petrie hat 1881/82 gemessen: a = 5,235 m, b = 10,47 m und h = 5,84 m. Berechnen wir nach dem Pyramidal-Lehrsatz (Pytagoras) S2 bzw. S1 und aus diesen Zahlen wiederum nach derselben Methode die längste messbare Entfernung in der Königskammer nämlich aus einer der untersten Ecken nach er entgegengesetzten oberen Ecke, so erhalten wir den Durchmesser der gedachten Kugel und zwar nach Lepsius mit 13,0177 m, nach Petrie mit 13,083 m. Vergleichen wir dieses Ergebnis mit dem Durchmesser der aus der halben Pyramide bzw. den 2 Pyramidenseiten ermittelten Durchmesser von 130,124 m, so finden wir, dass die Messung von Lepsius nur um 5,3 mm, dagegen die von Petrie um 7 cm gegen die aus der PI Theorie von Noetling abgeleitete Zahl differieren. Wir sehen hieraus die Feinheit des Gedankens, der hier in der Königskammer zur Tat wurde. Auf der anderen Seite den stümperhaften Versuch von 2 Forschern mit ihren unzulänglichen Messwerkzeugen das wiederzugeben, was vor Jahrtausenden in dem Bau niedergelegt wurde.

Wie zu Anfang erwähnt, sind in dem aufsteigenden Gang 3 in bestimmten Abständen angebrachte Gürtelsteine eingemauert. Die Abstände der Steine untereinander sind ein weiterer Beweis, dass die Dimensionen der Königskammer wohl viele Jahre vor der Errichtung der Kammer selbst bekannt waren und beim Bau der 13. bis 20. Pyramiden-Steinlage durch die Einsetzung der drei aus je einem Stück Granitstein, in natürlichem Sinne einen geschlossenen Kreis symbolisierenden Gürtelsteine niedergelegt wurden.

Der engl. Pyramidenforscher John Edgar hat in seinem englischen Werk ‚Great Pyramid Passages‘ untenstehende Maße für die Gürtelsteine ermittelt. Will jemand noch daran zweifeln, so möge der Gegenbeweis angetreten werden. Es sei hier nur erwähnt, dass auch Edgar aus den von ihm gemessenen Maßen den Zusammenhang mit der Königskammer nicht gefunden hat.

Die Neigung des Eintrittsganges der Pyramide ist nach Piazzi Smith mit 26 Grad 18 Minuten 10 Sekunden, nach Petrie mit 26 Grad 31 Minuten 23 Sekunden gemessen. Die Differenz zwischen diesen beiden Messungen ist ein beträchtliche, wenn wir bedenken, dass

1. die Neigung unverändert dieselbe geblieben ist,
2. die Messungen mit den modernsten Instrumenten erfolgte und
3. die Zwischenzeit zwischen den beiden Messungen kaum 50 Jahre beträgt.

Der Winkel soll aber, wie aus den Abmessungen der Königskammer leicht zu errechnen ist 26 Grad 33 Minuten 54 Sekunden betragen.

Auf die Frage: ist in der Pyramide ein einwandfreies Einheitsmaß irgendwie und wo angedeutet; gibt uns die Pyramide in ihrer klaren Sprache die Antwort. Das Einheitsmaß ist das Pyramidenmeter von ca. 0,8699 m Länge. Niedergelegt in dem fälschlich als Sarg des „alten Pharao“ bezeichneten Taufbecken der Gott geweihten Priester und zwar in der Höhe des inneren Beckens. Max Eyth hat die Höhe mit 0,8736 m gemessen. Die Differenz gegen diese nur eine mir zur Verfügung stehende Messung beträgt 3,7 mm.

Das Pyramidenmeter ist angewandt in einwandfreier Weise von Fundament senkrecht bis zum Fußboden der Königskammer 25 Pyramidenmeter, vom Fundament bis zur Königskammer 50 Pyramidenmeter. Beide Maße angedeutet durch die 50 Steinschichten. Die Höhe der großen Galerie 10 m, Länge der aufsteigenden Passage 100 Pyramidenmeter, Breite der Königskammer 6 Pyramidenmeter, angedeutet durch 6 Steinplatten im Fußboden in der Längsrichtung; Länge der Kammer 12 Pyramidenmeter. Es war ursprünglich nicht meine Absicht, über die Maßeinheit der Pyramide Untersuchungen anzustellen. Nun es es trotzdem geschehen, und ich will gerne besseren Mathematikern als ich es bin, aber auch nur solchen, die reinen Herzens sind, überlassen, dieses Einheitsmaß auf astronomische und andere Werte auszudehnen, um seine wahre Bedeutung zu bestätigen.

Die Innenmaße der Steintruhe betragen nach Eyth

Länge 1,9824 m
Breite 0,6798 m
Höhe 0,8736 m

Noetling errechnete aus der PI Theorie

Länge 1,9986 m + 1,62 cm
Breite 0,6666 m + 1,32 cm
Höhe 0,8787 m + 0,51 cm

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind von den vielen Messungen der Steintruhe auch nicht 2 gleichlautend. Aber das eine wird wohl auch einem Nichtfachmann einleuchten, dass die Differenz zwischen diesen 2 Angaben bei dem so kleinen Objekt recht groß sind.

Umsomehr berechtigend, als diese von Eyth angegebenen Zahlen nach sorgfältiger Prüfung durch den Astronomen Piazzi Smith als richtig anerkannt wurden.

Eyth sagt auf S. 435 ‚Der Kampf um die Cheopspyramide‘:

„Die genauste Prüfung der Abmessungen war umso dringender geboten, als nichts in diesen Maßen mit dem Pyramidenmeter oder Zoll in einfacher Weise übereinstimmte.“

Noetling sagt auf S. 3:

„Wie schwer sich Eyth gerade in dieser Hinsicht getäuscht hat, werden wir sofort sehen. Es ist mir nur nicht ganz klar, Â…“

Dr. Noetling ist gleichfalls einer Selbsttäuschung zum Opfer gefallen, denn seine theoretische Elle von 0,6366 m ist weder in der Steintruhe noch in der ganzen Pyramide in einfacher Weise zu entdecken.

Erwähnen will ich noch die bedeutungslose, von Petrie aus „seiner“ Pyramide abgeleitete sogenannte Ägyptische Elle von 52 cm Länge. Geheimrat L. Borchardt entdeckte eine Elle von 7 Handbreiten. Alle diese Maße sind gewaltsame Annahmen, da ihre Anwendung in der ganzen Pyramide nirgends in Erscheinung tritt. Die sinnlose, von Geheimrat G. Steindorff erwähnte, mit „viel Anklang“ aufgenommene Theorie von Lepsius über die Entstehung der Cheopspyramide will ich gar nicht anführen.

Ein weiterer Beweis, dass nur das Pyramidenmeter von rund 0,8699 Â… m Länge richtig ist, ist aus dem englischen Werk ‚Great Pyramid Passages‘ von Morton Edgar entnommenen Anabe von 855 ¼ Zoll = 21,72249 m für die horizontale Entfernung zwischen Fußboden der Königskammer und Fußboden der Königinkammer. 25 Steinschichten sind dazwischen, das sind 25 Pyramidenmeter. Wir multiplizieren diesen Wert von 21,72249 m mit 4 und erhalten 86,889979 m = 100 Pyramidenmeter, angedeutet durch 100 Steine aus denen die Königskammer besteht.

Nach demselben Werk ist die Länge der aufsteigenden Passage und der großen Galerie zusammen mit 1882 ¼ englischen Zoll angegeben, das sind 87,0765 m oder 100 Pyramidenmeter. 1 Pyramidenmeter wäre demnach 0,870765 m. Die Differenz zwischen diesen ganz gewiss nicht zufälligen Zahlen beträgt für je 1 Pyramidenmeter nur 1,9 mm. Das Mittel dieser beiden aus den gemessenen Maßen abgeleiteten Werte ist das mit rund 86,99 Â… cm angenommenen Pyramidenmeter. Die Beweise für die Richtigkeit des Pyramidenmeters sind noch nicht erschöpfend. Multiplizieren wir 4 Pyramidenmeter * 106 = 4.000.000,0 so erhalten wir die kleine Achse des Mondes, d.h. die Entfernung von Pol zu Pol, wie auch im übrigen alle Planeten ohne Ausnahme Abflachungen an den Polen aufweisen. Â… Multiplizieren wir den Durchmesser des Mondes also 4.000.000,00 Pyramidenmeter * 400 = 1.600.000.000,00 Pyramidenmeter, gleich dem genauesten Durchmesser der Sonne. Â….

Der Durchmesser der Sonne ist von den Astronomen sehr verschieden ermittelt. Die Differenzen zwischen den einzelnen Angaben schwanken bis 6000 km. Die letzte und beste Beobachtung ist im Sternbüchlein für 1922 mit 1391900 km angegeben. Was sagt die Pyramide uns für eine Größe an? 1.600.000,0 Pyramidenkilometer = 1.391.840 km. Staunen und Erfurcht muss uns zugleich erfassen vor der großen Weisheit, die uns in der Pyramide vermacht wurde.

Die letzte und wahrscheinlichtste Ableitung des allein aus den 2 gemessenen Entfernungen abgeleitete Pyramideneinheitsmaßes von rund 86,99 cm ist die aus den Zahlen der Königskammer. Aus der Breite von 6 und der Länge von 12 Pyramidenmeter errechnet sich die längste messbare gerade Strecke in der Königskammer von einer der untersten zu der entgegengesetzten oberen Ecke auf genau 15 Pyramidenmeter. Der Durchmesser des Kreises in Zeichnung 2 beträgt demnach 150,0000 Pyramidenmeter (statt 130,124 m). Das Pyramidenmeter aus diesem Werte abgeleitet, würde etwa 86,75 cm betragen. Die Differenz von 2,4 mm ist so gering, dass es nicht möglich ist, zu untersuchen, ob das Pyramidenmaß von einer, oder mindestens 10 Einheiten abgeleitet ist.

Was allen Astronomen in 300 Jahren ständiger Rechnung und Beobachtung nicht gelungen war, sagt uns die Pyramide in ihrer klaren Sprache unfehlbar deutlich, dass alle Planeten, einschließlich Mond eine kleine und eine große Achse haben. Dieses ist logisch. Die Astronomie konnte es der geringen Differenzen wegen nicht messen.

Die Zeichnung 2 (Durchmesser 130,124 m) bezieht sich auf die große Achse, d.h. auf den Durchmesser der Planeten am Äquator. Der Durchmesser der kleinen Achse, d.h. von Pol zu Pol ist in dem eingeschriebenen Kreis der Seitenfläche und in den 2 Quadraten des Querschnitts enthalten. Berechnet sind diese Zahlen aus den Dimensionsmaßen von Noetling.

Wenn wir nun die geschlossene Behauptung fast aller deutschen Forscher gegenüberstellen, dass der Baumeister der Pyramide unbewusst nur einem Schönheitsempfinden Ausdruck verliehen und weder die heutige Rechnungsweise, wie Wurzelausziehen, noch die mathematische Erkenntnis nach dem Verhältnis des goldenen Schnitts besaß, so muss ich hier feststellen, dass alle Forscher die das Geheimnis der Pyramide von Gizeh ergründen wollten, und mit der Ausrechnung von 10tel ja 100stel Sekunden für einzelne Winkel sich befassten und diese Rechnungen durch langatmige Formeln bewiesen, nicht zu den Berufenen zählten, auch nur Teile des großen Welträtsels zu lösen; denn sie waren von der Erkenntnis weit entfernt, dass der Baumeister der Pyramide beim Bau der Pyramide selbst noch bessere Hilfsmittel zur Bestimmung der Winkel hatte, als wir sie heute haben und ferner, dass er mehr wusste, als heute die gesamte Wissenschaft der Welt. Bezüglich der Steigung der Gänge, die der Astronom Piazzi Smith und der Ägyptologe Petrie gemessen haben, wobei zwischen diesen Messungen eine Differenz von 13 Minuten und 13 Sekunden zu Tage trat, muss man den Baumeister der Pyramide bewundern, dass er den nach seinem Bauplan mit 26 Grad 33 Minuten und 54 Sekunden festgelegten Winkel in die Wirklichkeit mit einer solchen Genauigkeit übertragen konnte, dass die Differenz gegenüber dem Wert von Petrie nur etwas mehr wie 2 Minuten beträgt.

Die beste Antwort gibt uns eine Inschrift aus vergangenen Zeiten, die im alten Ägypten am Tempel des Isis stand:

„Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft sind nicht dreierlei, sondern eins. Ich bin in meinem Wesen das Leben, das in vergangenen Kulturen in denen wirkte, die die Pyramiden bauten, das in Atlantis und Lemurien die Völker beseelte und das all den Glanz in sich enthält, der in der Zukunft in der Menschheit leuchten wird. Dieses Leben umfasst den Uranfang und das letzte Ende in Einem.“ [1]

2. Weitere kosmische Beziehungen der Pyramide

Der englische Forscher Piazzi Smith war der erste, der die Höhe der Pyramide mit der Entfernung der Erde zur Sonne in Verbindung brachte. Die Höhe von 148,.. m * 109 = 148.000.000 km = die mittlere Entfernung der Erde zur Sonne. Dr. Noetling macht die Feststellung, dass die 4 Seitenlängen * 109 = Länge der Erdbahn ergeben.

Piazzi Smith stellt die Hypothese auf, dass die Sehlinie, die durch den Eintrittsgang in das Innere der Pyramide festgelegt wird, zur Zeit der Erbauung genau auf die untere Kulmination des damaligen Polarsternes wies. Da nach den astronomischen Berechnungen der Stern Alpha im Sternbilde des Drachen der Polarstern zur Zeit des Königs Cheops war, so errechnete Smith hieraus das Jahr der Erbauung der Cheopspyramide auf etwa 2170 v.Chr. Ob nun diese Hypothese eine gewaltsame Annahme ist, will ich gerne dem Leser zu entscheiden überlassen. Von einer anderen wissenschaftlichen englischen Seite wird das Alter der Pyramide auf 7.000 Jahre geschätzt. Von dritter englischer Seite wird das Alter der Pyramide nach den in den alten ägyptischen Tempeln vorgefundenen Tierkreisbildern sogar auf 78.000 Jahre angenommen. Die zwei ersten Theorien sind tatsächlich die anerkannten bzw. nicht widerrufenen Teile des wirklichen Bauplanes. Nur die Zahl 109 ist entsprechend einfacher in der Pyramide zu finden als Smith sie ermittelte. Dennoch will ich seine Annahme gelten lassen, mit Rücksicht darauf, dass alles in der Pyramide Niedergelegte zwei- und mehrfach zu finden ist, und zwar von allen denjenigen, die die Fähigkeit haben, sich in die Gedanken des Baumeister zu versetzen.

Die Zeit der Erbauung wird von der „Deutschen Wissenschaft“ bekanntlich auf 2.600 bis 2.900 v.Chr. angenommen. Eine einwandfreie Bestätigung dieser Annahme ist bis heute weder in der Pyramide noch sonst irgendwo zu entdecken gewesen.

Die genau nach den Himmelsrichtungen orientierte Lage der Pyramiden von Gizeh auf dem 30. nördl. Breitengrad sagt viel. Ein bemerkenswerter Umstand in Verbindung mit ihrer Lage ist der, dass das Delta des Nils ein Küstenland bildet, welches an Gestalt einen richtigen Viertelkreis darstellt, dessen innerer Winkel die Cheopspyramide markiert. Dieser Viertelkreis liegt von der Pyramide aus gesehen, genau nach Norden, so dass die den Quadranten bildenden Schenkel nach NW bzw. NO weisen. Dieses Verhältnis der Küste der Mittelländischen Meeres zur Pyramide wurde von dem Haupt-Hydrographen des Küstenvermessungsamts der Vereinigten Staaten im Jahre 1868 entdeckt.

Seine Beobachtung der Regelmäßigkeit der Biegung längs der ganzen Nordküste Ägyptens führte ihn zu dem Schlusse, dass hierdurch irgend ein Zentralpunkt physischen Ursprungs angezeigt sei. Beim Nachforschen nach dem Mittelpunkt fand er, dass derselbe durch die große Pyramide bezeichnet war. Dies bewog ihn zu dem Ausruf: „Dieses Monument steht in einer wichtigeren physischen Lage als irgendein von Menschen errichteter Bau.“

Ein anderer Umstand, der Beachtung wert, ist, dass der geographische Längengrad der Pyramide mehr Landoberfläche schneidet als jeder andere Längengrad; so dass der Meridian der Cheopspyramide nach Piazzi Smith den geeignetsten Nullgrad für alle Nationen darstelle. Max Eyth schreibt über die Pyramide:

„Neben der überwältigenden Größe, neben der musterhaften Technik ist in dem ganzen Riesenbau nicht die Spur eines Bildwerks, nicht ein Versuch der rohesten Inschrift zu entdecken. Stumm und sprachlos, aber vollkommen in seiner Art steht dieses Denkmal an der Schwelle der Geschichte der Menschheit, und noch heute fragen wir wie Herodot vor 2500 Jahren nach seinem Werden und seinem Zweck, und wie er, wenn wir es eingestehen wollen, vergebens.“

Trotzdem „Â… deutet alles über der Felsenplattform, auf der der Bau steht, darauf hin, dass er nach einem bestimmten Plane ausgeführt wurde, dem ein leitender Gedanke zu Grunde lag.“

„Das auf den ersten Blick Unerklärlichste ist und bleibt der in der Kulturgeschichte einzig dastehende Fall, dass in einer ganzen Reihe von Bauwerken, die eine Zeitperiode und einen Stil charakterisieren, das großartigste und vollkommenste seiner Gattung auch das erste und älteste ist und allen späteren nur den stetigen Niedergang dieser Richtung menschlichen Schaffens darstellen. Bei jedem anderen Baustil sehen wir die allmähliche Entwicklung des Grundgedankens zu immer größeren und vollkommeneren Formen, bis er seinen Höhepunkt erreicht hat. Es brauchte Jahrhunderte, bis die Säulenbauten Ägyptens und Kleinasiens sich zum griechischen Tempel auswuchsen, bis sich die ersten Spitzbögen arabischer Moscheen zum Kölner Dom, zum Ulmer Münster umgestalteten, und wir können diese Entwicklung Schritt für Schritt verfolgen. Anders hier.

Nichts zeigt uns das Entstehen der Baukunst, die schließlich zur Cheopspyramide geführt hatte. Riesig und technisch vollkommen steht dieses erste Bauwerk seiner Art am Uranfang der Geschichte des rätselhaften Volkes, wie aus dem Nichts geboren und nie mehr erreicht, trotz der 130 Nachahmungen die landauf, landab zwischen Strom und Wüste liegen.“

Eyth hat die Pyramide richtig eingeschätzt. Ist die Pyramide in Wirklichkeit nichts weiter als das Zwischenglied zwischen Mikrokosmos, Welt im Kleinen, d.i. der Mensch und Makrokosmos, die große Welt, d.i. das Planetensystem. Eines besseren Beweises bedürfen wir nicht, wenn wir das Wunderbare der großen Einheit begreifen.

Der ganzen Weltschöpfung vom großen Planetensystem bis zum unscheinbaren Schneekristall liegt ein Gedanke zu Grunde, und dieser Gedanke ist das Geheimnis der Pyramide.

Der Querschnitt der Pyramide, die viereckige Grundfläche, sowie die Lage der Gänge sind von dem Durchmesser der Sonne und der übrigen großen Planeten abgeleitet. Ferner ist die Lage der sogenannten Königinkammer als weitere Bestätigung dieser Theorie bestimmend. Wir wissen, dass nichts ohne Zweck auf dieser Erde geschieht. Max Eyth fragt ahnungsvoll wie Herodot nach dem Zweck der Pyramide. Verborgen und versiegelt sollte das Geheimnis bis auf diese Zeit bleiben. Denn ebenso wie vor Jahrtausenden Riesenwälder untergehen mussten, damit die heutige Menschheit nach den so notwendigen Steinkohlen graben kann, so ist die Pyramide vor Jahrtausenden erbaut worden, um ein Zeugnis abzulegen zur Ehre des großen Baumeisters des gesamten Planetensystems und seiner Bewohner. Das Zeugnis der Pyramide ist notwendig, um der Menschheit neuen Grund zum Glauben an Gott zu verleihen. Es stimmt vieles nicht und ist nicht richtig, was beispielsweise die atheistischen Forscher lehren. Sie beglücken die Menschheit mit ihren Thesen nicht.

Der Mensch ist das vollkommenste Wesen auf der Erde und steht mit seiner Größe in so einem feinen Zusammenhang mit dem Planetensystem, dass nie und nimmer seine Voreltern weder zu den Affen noch zu den Troglodyten zu rechnen sind. Über die Entstehung unserer Erde wissen wir ja so wenig, aber das wissen wir, was uns hier die Pyramide offenbart, dass unsere Erde, der Mond und die übrigen bekannten 7 Planeten nicht nur in wunderbarer himmlischer Harmonie um den Zentralpunkt, d.i. die Sonne, kreisen, sondern, dass ihre Größe ebenso harmonisch abgestimmt sind zueinander und zur Sonne, als dem Vater alles sichtbaren Lebens. Alle unsinnigen Theorien über die Entstehung unseres Planetensystems müssen fallen vor der gewaltigen Erkenntnis, dass unsere Planeten planmäßig aus der Sonne geboren sind.

Die hierzu erforderlichen Zeichnungen können infolge ihres großen Umfangs dem Buche nicht beigefügt werden, da die Herstellungskosten dies nicht zulassen. Eine Drucklegung geschieht nur, wenn eine bestimmte Anzahl von Bestellungen beim Verlag eingegangen ist.

Zum Schluss fordere ich die Gegner jeder Pyramidenmystik auf, die in diesem Buch niedergelegte Sprache der Steinpyramide zu wiederlegen. Weder den Astronomen der ganzen Welt noch den Ägyptologen ist der Zusammenhang der Planeten in dieser Weise bekannt. Der Zusammenhang der Planeten mit dem Menschen als Mittelpunkt die Pyramide, lässt sich nicht wegleugnen, und wenn einst die jetzt noch schlummernden weiteren Geheimnisse der Pyramide sich ganz offenbaren werden, dann wird jeder Zweifel über die wahre Pyramidenweisheit von selbst aufhören, und selbst der größte Leugner wird dann den in der Pyramide verborgenden göttlichen Plan erkennen und sich der besseren Einsicht nicht verschließen können: „Die unbegreiflich hohen Werke vom Atom bis zur Sonne sind herrlich wie am ersten Tag, gib deinem Schöpfer Ehre.“

Anmerkungen

[1] aus: ‚Das Gedankenleben und seine Beherrschung‘ von Edwin Böhme, Leipzig, S. 48