Immer wieder wird in der PaläoSeti über die Möglichkeit frühgeschichtlicher Angriffe, ja, ganzer Kriege diskutiert, die zwischen den Vertretern außerirdischer Zivilisationen auf der Erde geführt wurden, und bei denen auch die Menschen Opfer der Aggressionen wurden.

Als Indizien halten in der Regel Mythen her, in denen von solchen Götterkriegen die Rede ist, bzw. Götter Katastrophen auf der Erde herbei führen [1], wie zum Beispiel auch die Zerstörung der Städte Sodom und Gomorrha durch Feuer und Schwefel, dass Gott vom Himmel fallen ließ.

Doch auch „konkrete“ Indizien werden vorgebracht, und zu diesen gehört das Phänomen von zerstörten Burgen und Siedlungen, bei denen Steinverglasungen auftreten, die scheinbar nur durch die immense Hitze die moderne Waffen zu entfachen in der Lage sind, entstehen konnten.

Der Autor Hartwig Hausdorf behandelt ausführlich das Beispiel einer zerstörten Ruine auf dem Berg Molpir Nahe der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Diese Ruine, die auf die Zeit um 700 bis 600 v. Chr. datieren soll, weist große Zerstörungshorizonte mit zertrümmerte Gebäuden, offensichtlich durch Gewalteinwirkung zu Tode gekommenen Skeletten sowie miteinander verschmolzenen Mauerresten auf. [2]

Was, so fragt sich Hausdorf kann eine so ungeheure Hitze verursacht haben, dass die Mauern miteinander verschmolzen sind? Ein starkes Feuer?

Hausdorf verweist zwar auf die Möglichkeit, dass eine chemische Reaktion, bedingt durch die verbrannten Palisaden der Kalkstein des Bodens in Verbindung mit Regenwasser zu einer Art Mörtel reagierte, der die verschmolzenen Mauerreste verursacht haben könnte, meldet aber gleichzeitig seine Zweifel an dieser These an, da die Zerstörung scheinbar sehr schnell vonstatten gegangen sein muss, so, dass die Bewohner nicht einmal mehr fliehen konnten. [3]

Also Bombenangriffe aus der Luft, wie die Spekulation des Autors lautet, oder gibt es doch eine herkömmliche Erklärung für das Phänomen?

Hans-Werner Sachmann führt diesbezüglich an [4]:

„Glas entsteht bei großer Hitze – die Mythen reden von dieser großen Hitze. Wir müssen daraus schließen, daß damals wirklich für kurze Zeit eine sehr hohe Temperatur (über 1.200° C) geherrscht hat. Da Vulkanausbrüche und Meteoriteneinschläge als Erklärung ausscheiden, kann diese Hitze nur künstlich erzeugt worden sein – durch den Gebrauch modernster Waffen.“

Und tatsächlich, noch im 18. Jahrhundert vermutete man hinter dem Phänomen der verglasten Burgen frühe Vulkanausbrüche. [5]

Holz und Sand können in Brandsituationen aber durchaus zu solch einer immensen Hitze führen. Schon Gaius Julius Cäsar erwähnt in seinen Beschreibungen des Krieges gegen Gallien, dass die Nervier zur Abwehr von berittenen Räubern Wegsperren aus jungen Bäumen und Gestrüpp anlegten, die anstelle von Mauern zu undurchdringlichen Sperren wurden. [6]

Auch später wurden Holz und Sandaufschüttungen zwischen Mauerwerk gelegt, um diese zu verstärken. Experimente mit solchen Mauerkonstruktionen, die absichtlich in Brand gesteckt wurden, führten Temperaturen von 950 – 1.200 °C herbei und sorgten tatsächlich für die gleichen Resultate, wie sie bei den verglasten Burgen auftreten. [7]

Das zeigt also, dass sich das Phänomen der verglasten Burgen sinnvoll und nachvollziehbar erklären lässt, ohne hierfür außerirdische Aggressoren mit modernen Waffen ins Feld zu führen.

Anmerkungen

[1] vgl. Sachmann 1992, S. 194 ff.

[2] vgl. Hausdorf 1998, S 46 f.

[3] vgl. a.a.O., S. 48

[4] vgl. Sachmann 1992, S. 202

[5] vgl. Franz 1980, S. 368

[6] vgl. Cäsar 2004, Buch 2, S. 57

[7] vgl. Cäsar 2004, Buch 2, S. 57

Literatur

Cäsar, Gaius Julius (2004): Der Gallische Krieg. Stuttgart. Reclam Verlag

Franz, Leonhard (1980): Die Kultur der Urzeit Europas. Wiesbaden. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion

Hausdorf, Hartwig (1998): X-Reisen. Lokaltermine an den geheimnisvollsten Stätten unserer Welt. München. Herbig

Sachmann, Hans-Werner (1992): „Weltkrieg in grauer Vorzeit?“, in: Däniken, Erich von – Hrsg. (1992): Neue kosmische Spuren. Sensationelle Entdeckungen der Präastronautik aus fünf Kontinenten. München. Goldmann Verlag