Zuweilen wird in der PaläoSETI-Literatur als eines der Indizien für frühe Hochtechnologie eine Textstelle im Alten Testament über die Eroberung Jerichos angeführt. Dort im Buche Josua heißt es:

„Lasse alle Kriegsmänner rings um die Stadt herumgehen einmal, und tu so jeden Tag. Und lass sieben Priester sieben Posaunen tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage zieht siebenmal um die Stadt und lass die Posaunen blasen.“

Und beim Siebten mal am Siebten Tage stürzten die mächtigen Mauern dann tatsächlich zusammen. War dies ein Anzeichen für eine Art Schallwaffe? Leider nicht, denn mal von dem kleinen Schönheitsfehler abgesehen, das es zu damaliger Zeit keine Posaunen gab und man nur Widderhörner zur Verfügung hatte, wurde Jericho Jahrhunderte zuvor schon von einem gewaltigen Erdbeben zerstört. Die Stadt war seit mindestens Dreihundert Jahren verlassen, nichts weiter als eine menschenleere Ruine.

Literatur

Langbein, Walter-Jörg: Lexikon der Biblischen Irrtümer, S. 71f.

Däniken, Erich von (1969): Zurück zu den Sternen, S. 61 – 63