Der französische Architekt Jean-Pierre Houdin hat in Paris eine neue Theorie über den Bau der Cheops-Pyramide der Öffentlichkeit präsentiert. Mit Hilfe von 3D-Computersimulationen wurde im eine Kino die These vorgestellt, die vom Aufbau von inneren Rampen ausgeht.

„Demnach müssen die altägyptischen Bauherren zunächst eine Außenrampe für die ersten 43 Meter der Pyramide errichtet haben. Die weiteren 136 Meter nach oben wurden Houdin zufolge dann durch eine innere Rampe ermöglicht, die wie ein Korkenzieher angeordnet war. Houdin demonstrierte, wie es auf diese Weise möglich war, drei Millionen Steinblöcke mit einem Gewicht von jeweils 2,5 Tonnen zu der Pyramide bei Gizeh aufzutürmen, mit dem gewaltigen Werk den Pharaoh Khufu – oder auch Cheops genannt – zu verherrlichen. Die Königskammer in 43 Metern Höhe sei durch ein ausgeklügeltes System von Gegengewichten in Position gebracht worden.“

Erste Stellungnahmen gibt es beispielsweise von Rainer Stadelmann, dem ehemaligen Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Kario:

„Houdins Theorie ist mehr als interessant – sie ist revolutionär und in sich schlüssig […] Als Architekt nimmt Houdin die Erbauer der Pyramiden wirklich ernst und sieht sie als das, was sie tatsächlich waren: als meisterhafte Konstrukteure und Ingenieure.“

Zwei Jahre lang wurde das nun vorgestellte 3D-Modell von Experten der französischen Firma Dassault Systemes entwickelt. Auf der Internetseite von Dassault Systemes kann man sich die Rekonstruktion im Detail ansehen. Es wird aber der Download eines speziellen Plugins benötigt: 3D Unveils the Mystery of the Great Pyramid

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