Im Rahmen seiner aktuellen Vortragstournee besuchte Erich von Däniken am gestrigen Samstag (04. März) Kempten im Allgäu.

Der große Kornhaussaal, in dem der Vortrag stattfand, war mit rund 200 Besuchern trotz des Schneechaos gut gefüllt. Erich von Däniken musste wegen technischer Probleme kurzfristig sein Vortragsprogramm ändern, was für ihn aber kein großes Hindernis darstellen sollte. Wer seit 1968 Bücher über vermeintliche Hinweise auf außerirdische Besuche in der Vergangenheit veröffentlicht, der hat genug über das er referieren kann. Wie immer verweist von Däniken auch diesmal mehrmals darauf, dass er als „Phantast“ eine „Mitnicker-Gesellschaft“ zum Nachdenken anregen möchte. Öfter noch als vor ein paar Jahren vermerkt der Schweizer Schriftsteller, dass er selbst „nichts weiß“ bzw. „keine Lösung für die offenen Fragen“ habe. Er spekuliere nur. Und spekuliert wurde viel: von den indischen Vimanas bis hin zu den Geheimnissen Großen Pyramide von Gizeh.

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Als Aufhänger für seinen Vortrag nahm von Däniken den Ansatz, dass es viele Hinweise auf Technologien gibt, für die keine direkten Vorläufer bekannt sind. Die sozusagen den technischen Fortschritt auf den Kopf zu stellen scheinen. Beispiele hierfür seien u.a. der Mechanismus von Antikythera, die Karte des Piri Reis, das Osireon von Abydos oder die Überreste der Anlage von Puma Punku. Abgerundet wurde der Vortrag mit den bekannten Themen der Prä Astronautik – Hesekiels Beschreibungen der „Herrlichkeit des Herrn“, die „Grabplatte von Palenque“, Cargo Kulte, Nazca sowie die bereits erwähnten Pyramiden von Gizeh. Hier standen die mittelalterlichen arabischen Schriften, welche die Cheopspyramide mit Saurid (Henoch) in Verbindung bringen, im Mittelpunkt.

Soweit könnte man meinen, es bleibt bei Vorträgen von Erich von Däniken alles beim Alten. Je öfter man seine Vorträge hört, desto weniger „lernt man das Staunen wieder“. Denn zu oft hat man das Gefühl eines Deja Vu’s. Aber zwischen den Zeilen gab es auch einige Punkte, die Kenner der Szene in Erstaunen versetzen konnten. So referierte von Däniken beispielsweise kurzzeitig über die so genannte Orion-Correlation-Theorie von Robert Bauval, führte diese aber auf alte arabische Überlieferungen zurück. Ob er diese Verbindung ernst meinte oder ob hier im Eifer des Gefechtes etwas falsch vermittelt wurde, muss wohl offen bleiben. Interessanter noch waren die Informationen rund um die Entdeckungen durch Upuaut 2 (Rudolf Gantenbrink) und das Nachfolgeprojekt von National Geographic und Zahi Hawass in der Cheopspyramide. Mittlerweile seien die Forscher in beiden Schächten hinter insgesamt 3 Verschlusssteinen auf einen vermeintlichen Raum gestoßen. Leider wurde dieser Hinweis nur in einem Nebensatz erwähnt und nicht weiter ausgeführt.

Nach rund einer Stunde und 45 Minuten war der Vortrag zu Ende und Erich von Däniken eilte aus dem Raum, um am Bücherstand Autogramme zu geben. Zuvor erfolgte aber noch die obligatorische Andeutung auf sein aktuelles Buch, die Vortrags-DVD und den Mystery Park in Interlaken. In den Park sei jeder der im Saal Anwesenden für den diesjährigen Sommer herzlich eingeladen, vorausgesetzt der Park existiere bis dahin noch. Aber von der aktuellen Situation rund um den Mystery Park wurde an diesem Abend natürlich nichts erwähnt.