Johannes Fiebag hat seinerzeit mit großen Engagement Themengebiete der Paläo-SETI und Ufoforschung behandelt. Der Geologie veröffentlichte eine große Zahl von Büchern und Aufsätzen. Darüber hinaus war er Chefredakteur der Zeitschrift Sagenhafte Zeiten. Jetzt jährt sich zum Zehnten mal sein tragischer Tod, was Alexander Knörr zum Anlass nimmt, seine Gedanken zu Johannes Fiebag niederzuschreiben.

Gedanken zum 10-jährigen Todestag von Dr. Johannes Fiebag

Immer wieder wird die Grenzwissenschaft damit konfrontiert, dass sie zu wenig „wissenschaftlich“ an ihre Theorien herangehe, dass die Theorien rund um Ufos, Prä-Astronautik und andere grenzwissenschaftliche Themen nur Fantasien seinen, und von wissenschaftlicher Seite stets abgelehnt werden.

Was viele Kritiker nicht wissen, oder vielleicht nicht wahrhaben möchten, ist aber die Tatsache, dass gerade in den Reihen der Fantasten, die sich ernsthaft mit solchen Themen beschäftigen, eine ganze Reihe Wissenschaftler sich tummeln. Manche kamen durch ihre Fachgebiete dazu, sich diesen Themen zu widmen – zuerst natürlich mit dem Gedanken, möglichst schnell die Theorien rund um Laienforscher wie z. B. Erich von Däniken einstürzen zu lassen. Viele blieben dann aber an der Thematik hängen, bemerkten, dass die von den Laien gesammelten Fakten und Hinweise nicht so einfach wegzuwischen sind, wie sie dies anfangs wünschten!

Manche Wissenschaftler mussten aber auch explizit auf das Thema hingewiesen werden, ihnen musste es schmackhaft gemacht werden und sie mussten die Gewissheit spüren, dass man sie ernst nimmt und sie nicht versucht, vorzuführen.

Aber wie will man gestandene Wissenschaftler dazu bringen, sich mit den Themen der „Fantasten“ auseinander zusetzen ohne Berührungsängste und ohne eine der beiden Seiten das Gefühl zu geben, vorgeführt zu werden?

Man nehme… einen Wissenschaftler!

Zum Beispiel einen, der Geologie, Planetologie, Paläontologie und Physik an der Universität Würzburg studierte, der 1988 über ein Spezialgebiet der Planetenforschung promovierte, in verschiedenen geologischen und planetologischen Fachzeitschriften publizierte und Mitentdecker des Azuara-Kraters in Spanien war.

Der durch sein Studium mit der Prä-Astronautik und den Theorien Erich von Dänikens in Berührung kam, dies eben aufgrund seines Studiums gut einschätzen konnte, und dann der Thematik verfiel! Nicht etwa, weil dieser Mann ein „labiles Gemüt“ gehabt hätte, nein, weil dieser Mann sich Gedanken machte und einfach die gängige Lehrmeinung nicht vollends unterstützte, wenn diese sich um Fragen der Prä-Astronautik und deren Glaubwürdigkeit drehten.

Dieser Mann war Dr. Johannes Fiebag!

Dr. Johannes Fiebag prägte die Prä-Astronautik wie kaum ein anderer!

Gerade weil er einen wissenschaftlichen Hintergrund hatte, als Wissenschaftsjournalist tätig war und seine Leistungen ihm Hochachtung in der wissenschaftlichen Riege einbrachten, konnte er so wertvolle Arbeit leisten und Wissenschaftler jeder Coleur zusammenbringen um über die Theorien der Prä-Astronautik nachzudenken, ja sogar darüber in einer von ihm herausgegebenen Anthologie zu publizieren! In der von ihm herausgegebenen Anthologie „Aus den Tiefen des Alls!“ kamen hochdotierte Wissenschaftler wie der Nobelpreisträger Prof. Francis Crick, der Astrophysiker Prof. Sir Fred Hoyle, der Philosoph Prof. Pascal Schievella und der Physiker Prof. James Deardorff zu Wort.

Johannes Fiebag schaffte es eine Brücke zwischen Wissenschaft und Prä-Astronautik und auch der Ufologie zu schlagen! Er hielt ständig Kontakt zu beiden Seiten und erreichte durch seine Publikationen, die er teilweise mit seinem Bruder Peter Fiebag und mit Freunden wie Rainer Holbe schrieb, Millionen Leser in aller Welt! Er prägte den Begriff „Paläo-SETI“, der mittlerweile weltweit anerkannt ist!

Seine Bücher faszinierten Laienforscher, Interessierte und auch Wissenschaftler!

Johannes Fiebag war unter anderem als Chefredakteur des Magazines „Ancient Skies“ (später „Sagenhafte Zeiten“), als wissenschaftlicher Berater anderer Grenzwissenschaftsautoren wie Erich von Däniken und Rainer Holbe, als freier Mitarbeiter für die Zeitschriften „PM Magazin“ und „Hobby“ sowie als Berater für Rainer Holbes Fernsehserien „Phantastische Phänomene“ und „Unglaubliche Geschichten“ tätig.

Seine Theorien zu den Marienerscheinungen von Fatima, zum Heiligen Gral und der Manna Maschine, zum möglichen Verhalten außerirdischer Besucher auf der Erde, der von ihm kreierten Mimikry-Hypothese, waren und sind bahnbrechend!

Aber noch viel mehr als dies alles, half er einer ganz besonderen Gruppe von Menschen, Menschen, die glaubten von Außerirdischen entführt worden zu sein! Sogenannten Abductees bot er nicht nur die Hilfe in der Form, dass er ihre Fälle seriös und verschwiegen untersuchte, er bot ihnen auch ein Forum, sich gegenseitig auszutauschen, machte ihre Standpunkte in der Öffentlichkeit bekannt und führte diese Menschen, die allesamt Probleme damit haben, was ihnen zugestoßen ist, mit Ärzten zusammen, die sich um ihre Probleme kümmerten, sich ihnen annahmen! Johannes Fiebag gründete einen sog. „Entführten-Stammtisch“ und brachte hier wiederum Ärzte, Psychologen und somit Wissenschaft und Betroffene an einen Tisch. Noch heute treffen sich Betroffene mit Ärzten aus Johannes Fiebags Team um sich auszutauschen und auch um anderen Betroffenen zu helfen. Ganz im Sinne von Johannes Fiebag!

„In Anerkennung seiner objektiv-kritischen Untersuchungen“ wurde Johannes Fiebag im Jahr 1996 zusammen mit seinem Bruder Peter Fiebag mit dem für Leistungen auf dem Gebiet der Parawissenschaften verliehenen Dr.-A.-Hedri-Preis der privaten Schweizer Hedri-Stiftung ausgezeichnet.

Ich war gerade in Kiel, dieser wunderschönen Norddeutschen Stadt und musste mich selbst einer Operation unterziehen, als ich am 11. Oktober 1999 von meinem Freund Hartwig Hausdorf vom Tode von Johannes Fiebag erfuhr. Für mich, der ihn nur gelegentlich bei AAS Meetings getroffen hatte, der ihm sicherlich kein Begriff war und der Johannes Fiebag nicht wirklich gut kannte, kam dies sehr überraschend. Ich wusste nichts von seiner mörderischen Krankheit und war umso bestürzter dies zu erfahren!

So wie mir ging es Abertausenden, die ihre Trauer in Online-Gästebücher schrieben und somit ihm und seiner Arbeit huldigten. Keiner von uns trauerte jedoch so, wie die Familie Fiebags und seine engsten Freunde.

10 Jahre nach seinem tragischen Tod bleibt es nur seine Erinnerung zu wahren, seine bahnbrechenden Theorien weiter zu verfolgen und den von ihm geebneten Weg weiter zu gehen!

Johannes, wir vermissen Dich, aber wir werden Dein Erbe hoch halten und irgendwann werden wir die Wahrheit, die Du suchtest und wir alle so vehement suchen, erfahren – vielleicht nicht in diesem Leben, aber wer weiß das schon!

Auszug von Veröffentlichungen* von Dr. Johannes Fiebag:

  • Rätsel der Menschheit, Fisch-Verlag, Luxembourg 1982
  • Die Entdeckung des Heiligen Grals, Fisch-Verlag, Luxemburg 1983; Goldmann-Verlag, München 1989, gemeinsam mit Peter Fiebag
  • 13.10.1917. Es geschah in Fatima., Edition GIE, Grabert-Verlag, Tübingen 1985
  • Aus den Tiefen des Alls, Hohenrain-Verlag, Tübingen, Bern, Paris 1985; Ullstein-Verlag, Berlin 1995(mit Peter Fiebag)
  • Zur Geologie der Azuara-Struktur (NE-Spanien). Kartierung im Gebiet zwischen Herrera de los Navarros und Aladrén und süd-östlich von Almonacid de la Cuba sowie spezielle Untersuchungen der Breccien und Breccien-Gänge vor dem Hintergrund einer Impaktgenese der Azuara-Struktur, Dissertation Würzburg 1988
  • Himmelszeichen, Goldmann-Verlag, München 1992 (mit Peter Fiebag)
  • Die Anderen, Herbig-Verlag, München 1993
  • Gesandte des Alls, Selbstverlag 1993 (gemeinsam mit Peter Fiebag & Hans-Werner Sachmann)
  • Kontakt, Herbig-Verlag, München 1994
  • Zeichen am Himmel, Ullstein-Verlag, Berlin 1995 (mit Peter Fiebag)
  • Sternentore, Herbig-Verlag, München 1996
  • Das UFO-Syndrom, Knaur-Verlag, München 1996 (Herausgeber)
  • Mission Pathfinder, Econ-Verlag, Düsseldorf 1997
  • Mars. Planet des Lebens. Econ-Verlag, Düsseldorf 1997
  • Von Aliens entführt, Ullstein-Verlag, Berlin 1998
  • Die Ewigkeitsmaschine, Herbig-Verlag, München 1998 (gemeinsam mit Peter Fiebag)
  • Besucher aus dem Nichts, Ullstein, Berlin 1998
  • Artus, Avalon und der Gral, Tosa-Verlag, Wien 2001 (gemeinsam mit Peter Fiebag)
  • Die geheime Botschaft von Fatima. Was geschah 1917 in Portugal wirklich?, Hohenrain-Verlag, Tübingen 2002
  • Das Gralsgeheimnis, Herbig-Verlag, München 2006

Quelle: Wikipedia