ABORA III segelt von New York zielgerichtet Richtung Golfstrom. Expeditionsleiter Dominique Görlitz und seine 10 köpfige Crew segeln mit dem prähistorischen Ra-Segler diesen Sommer von Amerika nach Spanien. Seit Expeditionsstart am 11. Juli legte das Schilfboot etwa 200 Meilen zurück.

„Wir rechnen damit den Golfstrom in den nächsten Tagen zu erreichen.“

sagte Görlitz.

Drei Meter hohe Wellen und Wind bis zu 17 Knoten lassen auf eine ereignisreiche erste Woche schließen. Solchen Bedingungen erfordern einen sensiblen Umgang mit dem Schiff. Görlitz hatte letzte Nacht keine Chance als die Geschwindigkeit des Schiffes zu reduzieren in dem er das Segel reffte. Das Boot funktioniert sehr gut in den wechselnden Bedingungen. Allerdings verbrachten viele Mannschaftsmitglieder eine schlaflose Nacht als die ABORA III über die Wellen schlingerte.

Drei gebrochene Seitenschwerter stellten das Team vor eine weitere Aufgabe. Sabrina Lorenz konnte sofort Ihre Tauchfähigkeiten nutzen und verhedderte Seile am Unterboden des Schiffes neu zu ordnen. Von den anfänglich 14 Seitenschwertern sind weiterhin 11 voll intakt. Dominique entschied daher die Seitenschwerter etwas weniger zu belasten. Die Seitenschwerter sind ein entscheidender Bestandteil des Bootes ohne diese ABORA III nicht gegen den Wind aufkreuzen könnte.

Die Crew hat jetzt ihren Rhythmus für die Transatlaniküberquerung zurück in die „Alte Welt“ gefunden. Sie arbeiten sechs Stunden in der Wachschicht. Danach folgen sechs Stunden Schlaf. Bevor es in die nächste Schicht geht verfügt die Gruppe über sechs Stunden „Freizeit“. Freizeit bedeutet in dem Fall auch die Erledigung von kleineren Aufgaben wie Essenszubereitung und kleinen Reparaturen an Bord. Markus hat zum Beispiel den ersten Fisch einer ABORA Expedition gefangen. Dieser war auch noch groß genug um der Mannschaft ein sehr leckeres Abendessen zu bereiten. Alle hoffen jetzt dass dies nicht der letzte Fisch gewesen ist. In den letzten 24 Stunden wurden außerdem ein Grauwal und mehrere Delphine gesichtet.

Seit dem Start in New York segelte die ABORA III meist südöstliche Kurse. Im Durchschnitt wurde eine Strecke von 40 nautischen Meilen pro Tag zurück gelegt. Sobald der Golfstrom erreicht ist rechnet Dominique mit einer Reisegeschwindigkeit um die vier Knoten. Damit ergibt sich eine Tagesdistanz von 70 nautischen Meilen.

Mit der ABORA III Expedition möchte Dominique Görlitz nachweisen dass bereits vor Columbus oder den Wikingern transatlantischer Handel stattgefunden hat. Diese These vertritt er auch in seiner Doktorarbeit an der Universität Bonn.

Presseinformation ABORA III (20. Juli 2007)

Weitere Informationen im Internet unter: www.abora3.de

Kontakt: Dominique Görlitz; 001 201 333 4321 oder dominique.goerlitz@t-online.de